Nach langer Krankheit

Schauspieler Pete Postlethwaite gestorben

Viele Kinogänger kennen sein Gesicht, wenn vielleicht auch nicht unbedingt seinen Namen. Der war ein bisschen zu kompliziert, um es zum globalen Star zu bringen. Doch spricht es für den Briten Pete Postlethwaite, dass er sich stets weigerte, sich aus Marketinggründen umzubenennen. Postlethwaite war ein kantiger Typ – nicht nur wegen seiner markanten Wangenknochen.

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In Hollywood war er ein gefragter Darsteller. Zuletzt spielte er in den Blockbustern „Kampf der Titanen“ und in „Inception“ – ebenso war er zu sehen in Baz Luhrmanns „William Shakespeares Romeo + Julia“, Bryan Singers Krimi „Die üblichen Verdächtigen“, in Steven Spielbergs Sklavendrama „Amistad“ oder im Dinospektakel „Vergessene Welt: Jurassic Park“. Postlethwaites eigentliches Metier jedoch waren sozialkritische Filme. Sein Auftritt in Jim Sheridans Justizdrama „Im Namen des Vaters“ (1993) machte ihn international bekannt. Er spielte darin einen Vater, der zusammen mit seinem Sohn (Daniel Day-Lewis) als vermeintlicher IRA-Terrorist in ein britisches Gefängnis gesperrt wird. Dafür gab’s eine Oscar-Nominierung.

Pete Postlethwaite, der zunächst als Lehrer an einer Klosterschule arbeitete und erst spät seine Schauspielerkarriere als Mitglied der Royal Shakespeare Company startete, konnte aber auch richtig komisch sein. Einen seiner schönsten Auftritte legte er in der Tragikomödie „Brassed Off“ von Regisseur Mark Herman als kämpferischer Dirigent einer Bergmannskapelle hin, der gegen die Schließung der Zeche anspielt. Steven Spielberg nannte Postlethwaite einmal den „besten Schauspieler der Welt“, was dieser so kommentierte: „Ich bin sicher, dass Spielberg in Wirklichkeit sagte: ,Pete denkt, er ist der beste Schauspieler der Welt‘.“

Am Sonntag ist Postlethwaite nach langem Krebsleiden im Alter von 64 Jahren in einem britischen Krankenhaus gestorben. Das Kino hat einen seiner besten Schauspieler verloren.

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