„Toni Erdmann“: Noch einmal Zähne zeigen

Maren Ade, Regisseurin der Tragikomödie „Toni Erdmann“.

Maren Ade, Regisseurin der Tragikomödie „Toni Erdmann“.

Berlin. Chris Kraus’ Holocaust-Erinnerungs-Farce „Die Blumen von gestern“ mit Lars Eidinger hat sogar acht Trophäenchancen, aber davon sollte sich niemand täuschen lassen. Ades Film über den Papa mit dem Party-Gebiss und die Tochter bei der Nackt-Party hat schon auf europäischer Ebene abgeräumt, ist nun der Favorit – und in den wichtigsten Kategorien nominiert: bester Film, beste Regie, beste Hauptdarsteller (Sandra Hüller, Peter Simonischek).

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Sandra Hüller als Ines und Peter Simonischek als Winfried/Toni in einer Szene des Films “Toni Erdmann“.

Sandra Hüller als Ines und Peter Simonischek als Winfried/Toni in einer Szene des Films “Toni Erdmann“.

Es gibt in diesem Jahr allerdings noch ein paar andere Filme, die aus dem Förderkompromiss-Sumpf herausragen. Besonders für Nicolette Krebitz’ tierischer Wolfsgeschichte „Wild“ mit Lilith Stangenberg gilt das, ebenso für Anne Zohra Berracheds bedrückendes Abtreibungsdrama „24 Wochen“ mit Julia Jentsch. Allzu oft kommt es auch nicht vor, dass der besucherstärkste Film in der Königskategorie auftaucht: Simon Verhoeven ist dies mit seiner Flüchtlingskomödie „Willkommen bei den Hartmanns“ gelungen. Außerdem dabei: „Tschick“ von Fatih Akin.

In der einen oder anderen Kategorie ist die Entscheidung also durchaus offen bei der mit insgesamt knapp drei Millionen Euro höchsten deutschen Kulturauszeichnung, gesponsert vom Kulturstaatsministerium. Vergeben werden die Preise bei einer Gala am 28. April in Berlin.

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Von Stefan Stosch/RND

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