Risiko einer Salmonelleninfektion gering

Eierauspusten geht ganz einfach: Tipps zu Technik und Hygiene

Ostereier auspusten? Das ist gar nicht so einfach, ohne dass sie zu Bruch gehen.

Ostereier auspusten? Das ist gar nicht so einfach, ohne dass sie zu Bruch gehen.

Für Kinder ist es ein Highlight, doch auch bei Erwachsenen weckt es nostalgische, bunte Erinnerungen – und auch Ehrgeiz: das Eierauspusten. Aber ist das Auspusten in puncto Hygiene auch unbedenklich?

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Feindliche Gegenspieler: Salmonellen

Auf den Eiern können sich Bakterien, die sogenannten Salmonellen, befinden. Bei Menschen können sie eine Magen-Darm-Erkrankung auslösen. Aber keine Sorge. Die Gefahr, dass sich Salmonellen auf dem Ei befinden, ist eher gering: Lebensmittel- und Veterinärinstitute untersuchen Eier regelmäßig stichprobenartig auf Salmonellen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) hat im Jahr 2020 keine Salmonellen in den untersuchten Stichproben gefunden, im Jahr davor entdeckten die Expertinnen und Experten bei nur neun von 559 Eiern Bakterien auf der Schale und im Ei.

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Aber: „Falls Salmonellen gefunden werden, ist der Nachweis auf der Schale häufiger als im Eiinhalt“, heißt es auf der Website des Laves. Daher sollten beim Auspusten ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, um möglichen bakteriellen Gegnern keine Chance zu geben: frische Eier verwenden, sowohl die Eier als auch die Hilfsmittel vor und nach dem Auspusten gründlich reinigen und anschließend Spritzer von Eigelb und Eiweiß in der Küche sorgfältig entfernen.

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Schritt für Schritt: So klappt das Auspusten

Egal ob beim Leistungssport oder beim Eierauspusten – Vorbereitung ist alles. Wer beim Einkauf weiße Eier auswählt, hat es später beim Färben oder Bemalen leichter. Bevor der Startschuss zum Pusten fällt, braucht man etwas Essig und ein Küchentuch, zwei mittelgroße Schalen, Spülmittel und Wasser, eine dicke Nadel, Zahnstocher sowie einen Strohhalm.

  • Die Eier als Erstes in einer der Schüsseln von außen mit lauwarmem Wasser und Spülmittel gründlich reinigen. Um den Stempel auf dem Ei zu entfernen, etwas Essig auf das Küchentuch geben und die Markierung abreiben. Mit einer Nadel vorsichtig ein Loch oben in das Ei piksen. Sobald eine erste, winzige Öffnung entstanden ist, lässt sich das Loch vorsichtig auf etwa zwei bis drei Millimeter Durchmesser vergrößern. Auf der Unterseite vom Ei genauso verfahren.
  • Eine clevere Erfolgstaktik: Wenn das Eigelb und Eiweiß im Ei vorsichtig mit einem Zahnstocher verrührt werden, flutscht der Inhalt später einfacher durch das Loch in der Schale. Als Hilfsmittel zum Auspusten eignet sich ein Strohhalm – so lässt sich vermeiden, die Schale direkt mit dem Mund zu berühren, und eine Begegnung mit möglichen Salmonellen auf dem Ei wird unwahrscheinlicher.
  • Den Strohhalm direkt in das obere, kleinere Loch stecken (hier ist etwas „Friemelarbeit“ erforderlich), sodass keine Luft zwischen Schale und Rand des Strohhalms entwischen kann. Dann heißt es „Bahn frei fürs Ei“. Die leere Schale unter die größere Öffnung des Eis stellen und kräftig in den Strohhalm pusten, bis der komplette Eiinhalt in der Küchenschüssel gelandet ist.
  • Das ausgepustete Ei in die Schüssel mit Spülmittel eintauchen und schütteln, sodass das Seifenwasser den Eiinnenraum gut durchspült. Das Ei trocknen lassen, bevor es an die Kür geht und Pinsel und Farbe herausgeholt werden.
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Was tun mit dem Eigelb und Eiweiß?

Neben den Eierschalen bleibt nach dem Auspusten eine größere Menge an gemixtem Eiweiß und Eigelb übrig. Fürs Wegschmeißen ist es dabei viel zu schade. Neben der Option auf einen Rühreimarathon gibt es aber noch andere Ideen, um das übrige Ei zu verwerten. Im Kühlschrank hält sich das rohe Ei etwa zwei Tage.

Die Mischung aus Eigelb und Eiweiß lässt sich laut Verbraucherzentrale aber auch einfrieren. Das Ei dazu in eine luftdichte Gefrierdose füllen, einfrieren und innerhalb von zehn Monaten verwerten. Auftauen sollte man das Ei nur im Kühlschrank. Taut das Ei bei Raumtemperatur, können sich mögliche Keime in den äußeren, angetauten Schichten leichter vermehren.

Trotzdem sollte das aufgetaute Ei, genauso wie das frisch ausgepustete rohe Ei, nur durchgegart verwendet werden. Zum Beispiel in einer Frittata, in Eierkuchen, in einer Quiche; oder vielleicht auch – ganz typisch für Ostern – in einer Möhrentorte? Die haben sich fleißige Pusteathletinnen und Pusteathleten dann auch mehr als verdient.

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