Auf zwei Wirkstoffe lieber verzichten

Schwanger? Worauf Sie bei der Hautpflege achten sollten

Die Zeitschrift «Öko-Test» hat in einigen Gesichtscremes bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden.

Bei der Hautpflege sollten Schwangere einige Punkte beachten.

München. Wenn ein Kind erwartet wird, ist die Freude – aber auch die Aufregung – meist groß. Werdende Mütter möchten, dass sich ihr Kind möglichst gut entwickeln kann, und versuchen, dafür während der Schwangerschaft optimale Bedingungen zu schaffen. Besonders bei der Ernährung und dem Einsatz von Medikamenten gibt es einige Regeln zu beachten.

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Auch der Körper verändert sich während dieser außergewöhnlichen Phase stark. Der Haut kommt dabei eine besondere Rolle zu. Als äußere Schutzhülle des Körpers muss sie sich stark dehnen, um für das im Bauch wachsende Baby Platz zu schaffen. Durch die hormonelle Umstellung im Körper können sich auch die Bedürfnisse der Haut verändern. Auf der anderen Seite gibt es Wirkstoffe, auf die werdende Mütter lieber verzichten sollten. Worauf es bei der Hautpflege in der Schwangerschaft ankommt, erklärt der Dermatologe Christoph Liebich.

Gleich zur Entwarnung: Große Umstände verursacht eine gute Hautpflege während der Schwangerschaft dem Hautarzt zufolge nicht. „Man sollte die Haut einfach nur pflegen“, sagt Liebich. Spezielle Produkte seien dafür nicht erforderlich. Stattdessen reiche es aus, sie mit einer hauttypgerechten Pflege zu versorgen. Das heißt: „Wenn die Haut trockener ist, eine reichhaltigere Creme verwenden, wenn sie fettiger ist, zu weniger reichhaltigen Produkten greifen“, sagt Liebich.

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Auf Vitamin A vorsichtshalber verzichten

Allerdings kann es während der Schwangerschaft auch zu Hautproblemen kommen. Akne könne auftreten oder zunehmen, so Liebich. Von aggressiven Mitteln gegen Pickel rät der Dermatologe aber eher ab und empfiehlt stattdessen, die Entzündungen und Unreinheiten regelmäßig bei einer medizinischen Kosmetik ausreinigen zu lassen. In der Schwangerschaft sei die Haut grundsätzlich anfälliger für Irritationen, schreibt auch Instagram-Skincare-Ikone Leon (xskincare). Bei Unreinheiten könne man Produkte mit den Wirkstoffen Niacinamid und Azelainsäure bedenkenlos benutzen. Bei starker Akne ist Benzoylperoxid (BPO) ein gängiges Mittel zur äußeren Anwendung. Der Wirkstoff ist allerdings sehr aggressiv und sollte, wenn überhaupt, nur nach ärztlicher Rücksprache zur Anwendung kommen.

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Anders sieht es bei Produkten aus, die den Wirkstoff Vitamin A – erkennbar meistens an den Inhaltsstoffen Retinol oder Retinal – enthalten. Vitamin A soll eine ganze Reihe positive Effekte auf die Haut haben: Unreinheiten bekämpfen, Falten vorbeugen und für einen ebenmäßigeren Teint sorgen. Allerdings ist eine fruchtschädigende Wirkung von Vitamin A nachgewiesen – es geht dabei aber um die orale Einnahme von Vitamin-A-haltigen Präparaten, etwa zur Behandlung von schwerer Akne. „Grundsätzlich sind Kosmetika kein Problem, das heißt, wenn sie zugelassen sind, dann sind sie auch für Schwangere zugelassen, außer es sind Einschränkungen auf der Packung vermerkt“, erklärt Liebich. Vorsichtshalber rät der Dermatologe trotzdem dazu, während der Schwangerschaft auf Vitamin-A-haltige Kosmetika zu verzichten. Als unbedenkliche Anti-Aging-Alternativen zu Vitamin A können werdende Mütter auf Produkte mit Hyaluronsäure oder Vitamin C zurückgreifen.

In der Schwangerschaft besonders wichtig: Sonnenschutz

Ähnlich wie bei Retinol oder Vitamin A ist es bei der Salicylsäure, auch BHA genannt. Sie gehört zu den chemischen Peelings und ist eines der wirkungsvollsten Mittel gegen Unreinheiten. Doch auch die Salicylsäure kann – insbesondere oral eingenommen – fruchtschädigend sein und deshalb im schlimmsten Fall zu Fehlbildungen des Fötus führen. Auch hier besteht bei Kosmetika eigentlich keine Einschränkung, sofern auf der Packung kein entsprechender Hinweis zu finden ist, erklärt Liebich. Trotzdem rät der Dermatologe von der Benutzung ab, da die Salicylsäure bei großflächiger Anwendung resorbiert werden kann. „Wenn es in den Blutkreislauf gelangt, ist es einfach nicht gut“, sagt Liebich.

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Besonders wichtig ist es dem Dermatologen zufolge dagegen, in der Schwangerschaft Sonnenschutz zu tragen. „Durch die hormonelle Umstellung kann es zu verstärkten Pigmenteinlagerungen kommen“, erklärt Liebich. Dadurch können Pigmentflecken, auch Melasma genannt, entstehen. Werdende Mütter sollten deshalb – noch mehr als alle anderen auch – täglich einen Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 50 verwenden.

Massagen können Dehnungsstreifen mildern

Am stärksten beansprucht wird die Haut in der Schwangerschaft naturgemäß nicht im Gesicht, sondern am Bauch. Die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft führe dazu, dass in der Haut alles erweitert werde, erklärt Liebich. „Der Bauch muss ja wachsen und Platz haben, und deshalb sorgen Hormone dafür, dass sich die Haut dehnen kann.“ Dieser Dehnungsprozess kann zu den bekannten Schwangerschaftsstreifen führen. „Man kann die Haut mit Massagen unterstützen“, rät Liebich. Wer möchte, kann dafür ein Massageöl verwenden, rät Skincare-Influencer Leon. Falls trotzdem Dehnungsstreifen entstehen, muss auch das kein Grund zur Sorge sein. Auch im Nachhinein gibt es Behandlungsmöglichkeiten, um die Streifen weniger sichtbar zu machen, erklärt Liebich. Zu den gängigen Methoden gehören Microneedling, Ultraschall- oder auch Laserbehandlungen.

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