Newsletter „SN Inside“

Ein Thema für alle

Liebe Leserinnen und Leser,

Für Journalisten sind die Energiepreise das neue Corona. Wer versucht, das Thema wegen Überdrusses zu umgehen, wird schnell feststellen: Kaum ein Lebensbereich bleibt unberührt. Oder sogar keiner? Auch für diesen Newsletter gilt das. Der eine oder andere mag ihn aufgemacht und gedacht haben: Nicht doch schon wieder. Geht dem Verfasser übrigens nicht anders.

Teilweise gehen die Überlegungen sogar in Richtung Gas- oder Stromzähler, obwohl das doch in einer bestimmten Geschichte nur eine untergeordnete Rolle spielt. Da ist ein Rintelner Ehepaar in Besitz von einem Kilo Marihuana, weil die Frau, zunächst angeblich aus Versehen, Cannabispflanzen auf dem Balkon gezüchtet hat. Die Assoziationskette führt zu Plantagen, die von der Polizei hochgenommen werden. Fast immer beschlagnahmt sie dabei besonders leuchtintensive Lampen. Und unweigerlich ist er da plötzlich, der Gedanke: Was das kostet!

Ein Hauch von Galgenhumor umwehte den – möglicherweise ersten von vielen – „Energiegipfel“ in Stadthagen. Das begann mit der Anmerkung des Bürgermeisters Oliver Theiß, man habe mit der Bezeichnung „vielleicht etwas hochgegriffen“. Eigentlich ging es um Aufklärung: Wie kommen diese exorbitanten Preise zustande, wie geht das weiter und was kann ich dagegen tun?

Die erste Frage ist noch am leichtesten beantwortet. Auf Krieg, Krise und Knappheit reagiert der Weltmarkt in für den Verbraucher denkbar ungünstigster Weise. Beim zweiten Punkt wird es schon schwieriger. Die wichtigsten, nur mit Prognosen und Mutmaßungen zu beantwortenden Gegenfragen: Wie und wann endet der Krieg in der Ukraine und wie ist es danach um das Verhältnis zu Russland bestellt? Kehren wir, zumindest vorübergehend, zurück zur Atomkraft? Punkt drei: Nicht minder schwierig, vor allem sozial gesehen. Eine top sparsame Heizungsanlage kostet Geld. Was ist mit denen, die dieses Geld nicht haben? Oder die zur Miete wohnen und das gar nicht beeinflussen können? Eine zufriedenstellende Antwort steht aus, darum füllen sich die Straßen wieder mit von Existenzängsten getriebenen Menschen – leider auch wieder inklusive demokratiefeindlicher Nutznießer, die von mieser Stimmung leben. Für AfD und Konsorten ist die Energiefrage nämlich ebenfalls das neue Corona.

Weitere Parallele zur Pandemie: Eine gemeinsame Kraftanstrengung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung … oder sagen wir Linderung des Problems. Verbrauchen wir in den kommenden Monaten weniger, bleiben die Gasspeicher voller und es muss weniger zu den erwarteten ruinösen Preisen nachgekauft werden. Spartipps gibt es im Internet, lokal zum Beispiel bei den Stadtwerken und natürlich auch auf sn-online.de.

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