Langenhagen

144 Hennen tummeln sich im Hühnermobil

Henning Rotermund (von links), Christine Wegener und Hannelore Rotermund haben auch heute wieder eine Menge Hühnereier aus dem Hühnermobil geholt.

Henning Rotermund (von links), Christine Wegener und Hannelore Rotermund haben auch heute wieder eine Menge Hühnereier aus dem Hühnermobil geholt.

Kaltenweide. Seit vier Wochen steht der mobile Hühnerstall auf einer Dorfwiese an der Kananoher Straße. Die neugierigen Legehennen begrüßen einen schon beim Betreten der eingezäunten Grünfläche. Hier haben die Hennen mehr Auslauffläche zur Verfügung, als die geforderten vier Quadratmeter pro Tier bei Freilandhaltung. "Wir bieten unseren Hühnern besonders artgerechte Haltung", erklärt Christine Wegener. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Henning Rotermund hat sie das erste sogenannte Hühnermobil in Kaltenweide angeschafft. "In diesem Stall ist alles was ein Huhn zum täglichen Leben benötigt: Wasser, hochwertiges Futter, Legenester und Sitzstangen", ergänzt Wegener. Außerdem biete die Wiese ausreichend Auslauf mit gesundem Grünfutter. Hier könne sich das Geflügel den ganzen Tag artgerecht beschäftigen - an Gräser zupfen, Käfer und Regenwürmer picken, ein Sonnenbad nehmen oder Gefiederpflege betreiben. "Und bei schlechtem Wetter können sich die Hühner in den Wintergarten zurückziehen. Das ist ein geschützer Bereich unter dem Hühnermobil", so Wegener weiter.

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Den Legehennen scheint es sichtlich gut zu gehen. Das zeigt auch die Zahl der Eier die die Hühner pro Tag legen. "Wir haben jetzt mehrere Tage hintereinander über 130 Eier aus den Nestern holen können", erzählt Hannelore Rotermund. Die Mutter von Henning Rotermund unterstützt das Paar tatkräftig - schließlich ist das Hühnermobil für die beiden Berufstätigen hauptsächlich ein Hobby. Pro Tag braucht es ungefähr eine Stunde um die Tiere zu versorgen. "Das Ausmisten des Stalls, das Herausnehmen der Eier und das Auffüllen von Wasser und Futter kostet eben Zeit. Und wir füttern händisch, das dauert natürlich länger", erklärt Wegener. Beim Futter achte das Paar besonders auf die Qualität und darauf, dass kein genetisch verändertes Getreide verwendet würde. "Deswegen beziehen wir unsere Tiere und das Futter auch von einem Geflügelhändler im Umland."

Die Qualität der Eier selbst komme auch von dem Prinzip des mobilen Hühnerstalls. Das Hühnermobil werde nach ungefähr einer Woche auf der Wiese ein Stück weitergezogen. "So wird verhindert, dass die Grasnarbe Schaden nimmt. Gleichzeitig wird die Gefahr von Infektionen gering gehalten - man braucht also nur selten Medikamente", ist Henning Rotermund überzeugt. Der Eier-Skandal um die mit Pestizid belasteten Eier sei Rotermunds Meinung nach auf die Industrie zurückzuführen. "Das ist wieder eine Begleiterscheinung der Massenproduktion."

"Wer wissen will wo sein Ei wirklich her kommt, der kann gerne zu uns kommen." Unter diesem Motto laden Christine Wegener und Henning Rotermund für Sonnabend, 12. August, zum Tag der offenen Tür ein. Von 14 bis 17 Uhr kann das Hühnermobil auf der Dorfwiese an der Kananoher Straße gegenüber der Hausnummer 47 besichtigt werden. Für das leibliche Wohl sorgen Kaffee und Kuchen zum Selbstkostenpreis. Wer sich schon vorher von der Qualität der Hühnereier überzeugen will: das Paar verkauft die Eier in einem "Hofhäuschen" in Kaltenweide, Am Weiherfeld 5 - fast rund um die Uhr. Auch auf dem Wochenmarkt in Langenhagen wird man die Kaltenweider in Zukunft antreffen.

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Von Simon Binge

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