Pattensen/Springe

20-Jähriger wird mit Drogen erwischt

Ein junger Mann aus Pattensen muss sich vor dem Jugendgericht des Amtsgerichts Springe verantworten.

Ein junger Mann aus Pattensen muss sich vor dem Jugendgericht des Amtsgerichts Springe verantworten.

Pattensen/Springe. „Es war ein cooler Abend, und wir wollten Party machen“: Als ein 20-jährige Pattenser von jener Nacht im Januar berichtet hat, der für ihn wegen des Tatvorwurfs des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln jetzt vor dem Jugendgericht am Springer Amtsgericht endete, klang er noch immer begeistert. Nach einem Besuch in einem hannoverschen Techno-Club hatten Polizisten bei ihm neben einer kleinen Menge Marihuana auch Amphetamine, verpackt in 13 Tütchen, entdeckt.

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„Ich habe das Paket mit den Tüten auf der Toilette gefunden“, erzählte der junge Pattenser jetzt vor Gericht. Es habe sich nur halb versteckt hinter der Klobürste befunden. Natürlich habe er das Päckchen an sich genommen. „Da schnappst du zu, bevor es dir ein anderer wegschnappt“, sagte er. Und räumte unumwunden ein: „Das war ja ein Glückstreffer.“ Mit den gefundenen Drogen wollten er und seine Kumpel sich einen tollen Abend machen. Die kleine Menge Marihuana, die Polizeibeamte ebenfalls bei ihm fand, als sie ihn vor dem Techno-Club filzten, habe er selbst mitgebracht, berichtete der Angeklagte der Jugendrichterin.

Eine Polizei-Fußstreife war im Bereich des Steintors auf den jungen Pattenser und seine Clique aufmerksam geworden. „Von der Gruppe wehte uns Marihuana-Geruch entgegen“, erklärte ein Beamter in seiner Zeugenaussage vor Gericht. Bei der Durchsuchung stieß der Polizist dann auch auf die verpackten Amphetamine. Der Angeklagte habe aber sonst nichts bei sich gehabt, was auf Dealen hingewiesen habe, wie etwa Kleingeld, sagte er auf Nachfrage der Jugendrichterin.

Deshalb konnte das Gericht dem jungen Pattenser auch nicht widerlegen, dass er die abgepackten Drogen tatsächlich gefunden habe. „Sie haben die Situation so plastisch geschildert, ich glaube ihnen“, sagte die Jugendrichterin. Verurteilt wurde der 20-Jährige deshalb nach Jugendrecht dazu, einen Trainingskurs gegen Drogenmissbrauch zu besuchen. Zudem muss er 300 Euro an einen Tierschutzverein zahlen.

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Von Annegret Brinkmann-Thies

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