Isernhagen

Aha verweigert Karton-Mitnahme

Diese Kartons hatte der Isernhagener Jens Gecius an den Straßenrand gestellt - und dort blieben sie auch stehen.

Diese Kartons hatte der Isernhagener Jens Gecius an den Straßenrand gestellt - und dort blieben sie auch stehen.

Isernhagen H.B. Immer wieder bleiben in den Isernhagener Ortsteilen Kartons stehen, wenn Aha montags das Altpapier abholt. Die Mitarbeiter greifen nur nach den Säcken, der Rest bleibt liegen – bei Sonne wie bei Regen. So auch bei Jens Gecius. „Dabei konnte der Karton mit einer Hand gegriffen werden“, argumentiert der H.B. Und das Gewicht habe deutlich unter drei Kilogramm gelegen, versichert er.

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Aus Umweltschutzgründen vermeidet Gecius es, die blauen Säcke zu nutzen. Altpapier sei seiner Ansicht nach ein Rohstoff, der am besten in reiner Form der Wiederverwertung zugeführt werde. Die Altpapiertonne ist für den H.B.er keine Alternative, da bei ihm im Regelfall ausschließlich kleine Mengen Altpapier anfallen. „Insofern ist die Bereitstellung in einem festen Pappkarton doch sowohl umwelt- als auch kostentechnisch vorzuziehen“, meint Gecius. Das spare Kosten für die Säcke und schone die Umwelt. Er fragt sich, warum Aha auf der Nutzung der Kunststoffsäcke besteht.Als Gecius sich an Aha wandte, erhielt er folgende Antwort: Papier und Kartonage würden grundsätzlich nur in den dafür vorgesehenen Säcken oder der Papiertonne abgefahren, da das Papier, sobald es nass oder dreckig werde, „nur noch als Restabfall entsorgt“ werden könne. Aus Kulanz hätten die Kollegen hin und wieder große Kartons mitgenommen. Dabei habe es aber immer wieder Schwierigkeiten durch Verschmutzungen gegeben. „Gern können große Kartonagen oder Papiermengen bis zu einem Kubikmeter pro Tag auch auf all unseren Wertstoffhöfen und Deponien angeliefert werden“, schrieb die Service-Mitarbeiterin per E-Mail.

Mit dieser Antwort von Aha gibt sich Gecius nicht zufrieden. Er ist sehr wohl der Auffassung, dass auch nasses Papier und Kartons wiederverwendet werden können. Schließlich seien auch die Papier-Container auf der Deponie dem Regen ausgesetzt. Und: „Seit Beginn der Papierherstellung werden die Fasern in Wasser aufgeschwemmt und anschließend entwässert.“ Deshalb wünscht sich der Isernhagener, dass Aha, statt „auf Paragrafen zu reiten“, den Dienstleistungsgedanken für die Kunden in Vordergrund stellen möge. „Denn wir zahlen nicht zu knapp für die Abfallentsorgung.“

„Eine Bereitstellung von losem Altpapier ist unzulässig“, hält Aha-Pressesprecher Stefan Altmeyer dagegen. Bei ihm klingt die Begründung allerdings anders als bei seiner Service-Kollegin: Die Kartons seien häufig durch ihre Größe unhandlich oder schwerer als zehn Kilogramm. Sie würden nur dann mitgenommen, wenn sie zusammengefaltet und gegebenenfalls gebündelt zur Abholung bereitgestellt werden.

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Von Katerina jarolim-vormeier

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