Gehrden

Anlage in Lemmie bereitet Sorgen

Die Sportanlage des MTV Lemmie ist nicht mehr im besten Zustand.

Die Sportanlage des MTV Lemmie ist nicht mehr im besten Zustand.

Gehrden. Den Sportstättenbedarfsplan gibt es inzwischen bereits seit mehr als zwei Jahren. In dem Gutachten aufgelistet sind jene Bereiche, in denen die Stadt Gehrden Nachholbedarf haben. So fehlen laut dieser Expertise Sportplätze und Sporthallen. Doch die Reaktionen auf das Papier sind bislang eher zurückhaltend ausgefallen. Die Politiker wollen sich zunächst selbst ein Bild von den vorhandenen Sportanlagen machen. Im ersten Schritt wurden die Sportplätze im Stadtgebiet begutachtet.

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Dabei bereitete den Verantwortlichen vor allem eine Anlage Kummer: die des MTV Lemmie. „Das ist unser Sorgenkind“, sagte Heide Rath (CDU) im Ausschuss für Sport, Kultur und Soziales. Der Sportplatz und das Vereinsheim an der Alten Bahnhofstraße sind sanierungsbedürftig. Der kleine Verein kämpft zudem ums Überleben. Lediglich zwei Mannschaften hat der MTV aktuell im Spielbetrieb. Bei den Vorstandswahlen im März konnten die Posten des Kassenwartes und des Schriftführers nicht besetzt werden. Peter Brückner trat bei der Versammlung als Vorsitzender zurück; unter anderem deshalb, weil die Aktivität der Mitglieder gen Null tendiere. Brückners Nachfolger Farrasch Omeirat bemüht sich seitdem, die Identifikation der Mitglieder mit dem Club wieder zu stärken. „Der Verein braucht Hilfe von außen“, sagte Klaus Dörffer (CDU). Für Lemmies Ortsbürgermeister Hilmar Rump (FDP) ist das größte Problem, dass die Zahl der Mitglieder immer mehr sinke. „Und es sind kaum noch Lemmier im Verein“, sagte er.

Dringend sanierungsbedürftig

Dringend sanierungsbedürftig: Das Vereinsheim des MTV Lemmie.

Da sind die anderen Sportvereine deutlich besser aufgestellt; und auch die Anlagen weitgehend gut in Schuss. Schwierigkeiten mit der Bewässerung des A-Platzes sowie Probleme mit Unkraut und Maulwürfen auf den Ausweichplätzen hat der SV Northen-Lenthe. Fehlende Ausweichmöglichkeiten wiederum erschweren den Spiel- und Trainingsbetrieb des SG Everloh-Ditterke. „Abgesehen davon ist die Anlage in einem guten Zustand“, sagte Dörffer.

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Das gilt auch für den TV Jahn Leveste. Der Verein sei gut aufgestellt und habe ein gutes Management, lobte Dörffer. Der TV Jahn soll demnächst einen zweiten Platz erhalten. Einwandfrei ist auch der Eindruck, den die Bezirkssportanlage des SV Gehrden hinterlässt. Allerdings wecke der neue Kunstrasenplatz Begehrlichkeiten bei den anderen Vereinen im Stadtgebiet. „Alle Gehrdener Vereine hätten gerne die Möglichkeit, in der Schlechtwetterphase auf dem Kunstrasen zu trainieren“, sagte Dirk Tegtmeyer (Gruppe Grüne/Linke).

Bevor die Politiker aber ein abschließendes Urteil verkünden, wollen sie sich am 20. Oktober auch die Sporthallen und den Sportplatz des Matthias-Claudius-Gymnasiums anschauen. Für Anfang 2019 soll schließlich ein Workshop einberufen werden, um gemeinsam mit den Vereinsvertretern nach Lösungen zu suchen.

Von Dirk Wirausky

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