Burgdorf

Anlieger wehren sich gegen Baustellenverkehr

Anwohner des Peiner Wegs kritisieren, dass alle Baufahrzeuge durch ihre kleine Straße fahren.

Anwohner des Peiner Wegs kritisieren, dass alle Baufahrzeuge durch ihre kleine Straße fahren.

Burgdorf. Mit einer Unterschriftensammlung wehren sich Anlieger des Peiner Wegs dagegen, dass der gesamten Anlieferverkehr für das Baugebiet An den Hecken an ihren Häusern vorbeiführt. Die Stadt sieht keine andere Möglichkeit und bittet die Anwohner um Verständnis.

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„Wir können bei dem schönen Wetter kaum noch im Garten sitzen“, sagt Initiatorin Karin Lüke. Sie wohnt am Ende des Peiner Wegs und fühlt sich seit mehr als acht Wochen einer permanenten Staubwolke ausgesetzt: „Dabei fahren die Lastwagen gar nicht so schnell. Doch die Straße ist für diese Belastung überhaupt nicht angelegt“, sagt sie mit Blick auf die unbefestigten Randstreifen. Hinzu komme die Lärmbelastung, ergänzt Anwohner Hans-Jürgen Scholz. Er wie auch Lüke haben inzwischen Kontakt aufgenommen zur Stadtverwaltung und sind nach eigenen Angaben mehr als ernüchtert, weil sie aus ihrer Sicht keinen Kompromiss haben erreichen können.

„Für uns bedeutet das, dass wir über Monate mit Staub und Lärm leben müssen“, sagt Lüke, denn die Bauherren der 80 geplanten neuen Häuser würden ja nicht zeitgleich beginnen. „Im schlimmsten Fall ziehen sich die Arbeiten bis ins nächste Jahr“, sagt die Burgdorferin und fügt hinzu, dass damit vor allem die Sommermonate beeinträchtigt seien. Sie wie auch die Bewohner der anderen etwa 30 betroffenen Häuser hätten sich entweder eine Einbahnstraßenregelung oder eine andere Verkehrsführung, zum Beispiel über die Immenser Straße, gewünscht.

Anwohner des Peiner Wegs kritisieren, dass alle Baufahrzeuge durch ihre kleine Straße fahren

Anwohner des Peiner Wegs kritisieren, dass alle Baufahrzeuge durch ihre kleine Straße fahren.

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Das lehnt die Verwaltung in einem Schreiben an die Anlieger ab: Die Behörde argumentiert damit, dass Radfahrer und Fußgänger durch den Lastwagenverkehr auf den Wirtschaftswegen gefährdet seien und es deswegen bereits etliche Beschwerden gegeben habe. „Auch in unserer Straße sind Radfahrer und Fußgänger unterwegs“, hält Scholz dagegen. Die aber hätten offenbar keine Rolle gespielt. Eine alternative Route mit Ausfahrt über den Schwüblingser Weg kommt nach Verwaltungsangaben wegen der Kita dort nicht in Frage. Stadtsprecher Sebastian Kattler führt auf Anfrage zudem die „geringe Breite der Zufahrt vom Schwüblingser Weg“ an.

Seinen Angaben zufolge fiel die Entscheidung für den Peiner Weg im Vorfeld der Planungen für das Baugebiet. Es sei aus Sicht der Stadt nur bedingt möglich, die durch den Baustellenverkehr hervorgerufenen Belästigungen zu vermeiden. Deshalb habe die Stadt bereits Tempo 10 im Baustellenbereich angeordnet. Im Peiner Weg gilt nach wie vor Tempo 30. Zudem will die Stadt den Peiner Weg regelmäßig wässern, um die Staubbelastung zu minimieren. Gleichwohl bittet die Stadt die Anwohner um Verständnis für die aktuelle Belastung.

Diese indes fürchten, dass sich die Lage noch verschärft, wenn weitere Bauherren mit ihren Arbeiten beginnen. Mehr noch: „Im Moment ist der Schwüblingser Weg mit Pollern versperrt. Ich fürchte, dass die Stadt diese Regelung beibehalten wird“, sagt Scholz. Dann würden künftig alle Bewohner des neuen Baugebietes durch den Peiner Weg fahren, dessen Ausbau wiederum die Anlieger zahlen müssten. Sie wollen nun mit Kommunalpolitikern ein Treffen vereinbaren.

Von Antje Bismark

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