Ronnenberg

Baumschule wird dem Erdboden gleichgemacht

Die Bagger leisten in der Baumschule ganze Arbeit. Das Firmenschild ist ebenfalls bereits abgeräumt.

Die Bagger leisten in der Baumschule ganze Arbeit. Das Firmenschild ist ebenfalls bereits abgeräumt.

Weetzen. Die Erben der Familie Wassermann betreiben weiterhin eine Baumschule in Neustadt. Am Stadtort Weetzen wurden zuletzt keine Pflanzen mehr verkauft. Der Betrieb war wenige Monate nach dem Tod der Inhaberin eingestellt worden. Es sei zu aufwendig, einen zweiten Stadtort zu betreiben, sagte Mitinhaber Harald Wassermann. "Das schaffen wir nicht nebenbei." Beim Abriss könne er aber nicht zugucken, das sei zu emotional, meint er.

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Auch Jens Janowski, ehemalige Auszubildender in der Baumschule, blickt wehmütig auf den Abriss der Anlage. "Sonnabends vormittags hat sich hier früher das ganze Dorf getroffen", erzählt er. Für den Weetzener ist das Ende der Baumschule ein weiterer Baustein im Abbau der Infrastruktur des Ortes nach dem Bau der Umgehungsstraße und der Verlegung der Bundesstraße 217 von der Hauptstraße an den Ortsrand. Es  sei nun sehr ruhig im Ort, räumt er ein, das seitdem vorhaltende Geschäftesterben sei aber auffällig. Zuletzt hatte die Volksbank ihre Filliale zum 1. Mai geschlossen.

Der Abriss ist für Rüdiger Wilke ein ganz normaler Vorgang, für den auch keine Genehmigung nötig sei. Dem Ortsbürgermeister ergibt sich durch die Umnutzung eventuell sogar noch eine Chance. "Im Ortsrat und mit der Verwaltung besteht Konsens darüber, dass wir die Fläche erwerben möchten, um Erweiterungsflächen für die Grundschule zu schaffen", sagt er. Der Eigentümer müsse sich aber zunächst entscheiden, was er mit der Fläche anfangen wolle.

Auch im städtischen Ausschuss für Stadtplanung war das Areal am Mittwoch ein Thema. Karin Reinelt (SPD) stellte die Frage, ob es im Zuge der Umgestaltung der alten Zuckerfabrik nicht nötig sei, auch die Grundschule zu überplanen. Die große Anzahl von 110 neuen Wohneinheiten, die dort entstehen sollen, brächten voraussichtlich  auch entsprechend viele neue Kinder in den Ortsteil. Die Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler bestätigte, dass die Stadt beabsichtige Flächen zu erwerben, um auf dei Notwendigkeit einer Erweiterung der Regenbogenschule vorbereitet zu sein. Das hänge aber von den Plänen der Eigentümer ab.

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Für Wassermann ist die Sache klar: "Verkaufen wollen wir nicht", sagt er. Aus der Fläche, die der Familie gehört, soll bis auf Weiteres wieder Ackerland werden. Allerdings war der Teil des Baumschulareals, der direkt an die Schule angrenzt, dazu gepachtet. Die Verträge dazu sind vor dem Abriss aufgelöst worden.

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