Seelze

Bei Honeywell stehen möglicherweise Entlassungen an

Das Werk von Honeywoll vom Turm der Kirche St. Martin aus gesehen.

Das Werk von Honeywoll vom Turm der Kirche St. Martin aus gesehen.

Seelze. Die an der Wunstorfer Straße ansässige Chemiefirma Honeywell will offenbar 140 ihrer derzeit rund 600 Mitarbeiter entlassen. Im Gespräch ist die Schließung ganzer Abteilungen. Das Unternehmen bestätigt dies offiziell jedoch nicht und verweist auf eine bevorstehende Umstrukturierung, deren Planung noch nicht abgeschlossen sei.

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Nach Informationen der Seelze-Redaktion von HAZ/NP soll Werkleiter Michael de Portere bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung am Dienstag die möglichen Entlassungen thematisiert haben. Hintergrund für den Stellenabbau sollen unbefriedigende Betriebsergebnisse sein.

„Honeywell schlägt nach einer eingehenden und sorgfältigen Prüfung der Geschäftsaktivitäten im Chemikalienbereich eine Umschichtung bestimmter Positionen vor, um seine Ressourcen besser auf die Bedürfnisse von Kunden und Partnern ausrichten zu können“, sagt Unternehmenssprecher Martin Orsag. Es sei ein Aktionsplan vorgeschlagen worden. Mit diesem soll dem Geschäftsbereich ermöglicht werden, den lokalen sowie globalen Betrieb zu optimieren. Ziel sei dabei auch, die zukünftigen Kundenerwartungen zu erfüllen und sogar zu übertreffen, indem die Qualität und die Lieferfähigkeit der Produkte gesteigert werden, erklärte Orsag.

Nähere Einzelheiten, etwa in welchem Umfang tatsächlich Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, wollte der Sprecher noch nicht nennen. Orsag verwies darauf, dass es sich um einen Vorschlag für einen Aktionsplan handele. Dieser werde unter anderem noch mit dem Betriebsrat diskutiert. „Erst nach diesem Prozess wird feststehen, welche Positionen in welchen Bereichen betroffen sein werden.“

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Seelzes tradionsreiche Chemiefabrik stellt Spezialchemikalien her. Der neue Werkleiter Michael de Poortere, der Nachfolger von Bernd Schönbeck ist, hatte im Januar bereits betont, dass Seelze schauen müsse, besser als die Konkurrenz zu sein. Dies gelte für Liefertreue ebenso wie günstige Kosten bei hoher Qualität. An allen Punkten müsse kontinuierlich gearbeitet werden, denn die Konkurrenz schlafe nicht, sagte de Poortere.

Von Thomas Tschörner

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