Eldagsen

Benjamin Meusel kocht auf höchstem Niveau

In kleinteiliger Arbeit richtet Benjamin Meusel das Essen für seine Gäste an. 

In kleinteiliger Arbeit richtet Benjamin Meusel das Essen für seine Gäste an.

Eldagsen. Als Vorspeise geräucherter Lachs mit grünem Spargel und Limonencreme, als Hauptgang bretonischer Hummer mit Quinoa-Pfifferlings-Salat und Gin-Tonic-Gratiné, und zum krönenden Abschluss Creme von portugiesischen Mandarinen mit Zartbitterschokolade und aufgeschlagener Sahne: Die Gerichte, die Benjamin Meusel im hannoverschen Restaurant Die Insel kreiert, sind innovativ. Der Küchenchef aus Eldagsen ist immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Kombinationen von Lebensmitteln.

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Lehre in Springe

Er wollte Koch werden, seit er fünf Jahre alt war, sagt der 38-Jährige. Im Eldagser Berggarten, wo er schon mit elf Jahren ausgeholfen hatte, absolvierte er mit 13 Jahren ein Schulpraktikum. Nach seiner Schulausbildung ging Meusel von 1996 bis 1999 bei Peter Koch in den Heinrich-Göbel-Stuben in Springe in die Lehre. Im Anschluss sammelte er Berufserfahrungen in der Schweiz und begann schließlich vor 15 Jahren im Edelrestaurant Die Insel zu arbeiten, einem der renommiertesten Restaurants der Region, in dem sich auch Prominente an den Tisch setzen. Dort ist Meusel Küchenchef und Teilhaber.

Reisen als Ausgleich zum Alltag als Koch

Seine Leidenschaft fürs Kochen ist dem Eldagser seit seiner Kindheit nicht abhandengekommen. „Die Begeisterung ziehe ich aus den Produkten“, sagt er. Was ihm besonders zusagt: „Die Küche stellt das Produkt in den Mittelpunkt, ohne viel Beiwerk.“ Um sich Inspirationen zu holen, reist der 38-Jährige gerne um die halbe Welt – etwa nach Asien oder nach Paris, zur weltweit führenden Lebensmittelmesse. Reisen sind für Meusel ein Ausgleich zu seinem Berufsalltag. Sieben Tage in Folge, 16 Stunden am Tag zu arbeiten, seien für ihn Normalität. Denn Die Insel hat keinen Ruhetag und ist sowohl mittags als auch abends geöffnet. Das direkt am Maschsee gelegene Lokal ist vom Restaurantführer „Gault Millau“ mit 17 Punkten ausgezeichnet worden und serviert mediterrane Gerichte mit asiatischen und norddeutschen Einflüssen.

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Rund fünf Tonnen Gänse und Enten verarbeitet

Besonders im Dezember hatte Meusel alle Hände voll zu tun: In der Weihnachtszeit hat er rund fünf Tonnen Gänse und Enten verarbeitet. Heiligabend konnte er sich eine kurze Auszeit gönnen – ließ es sich jedoch nicht nehmen, für seine Familie hinter dem Herd zu stehen und zu kochen. Es gab Chapon de Brest, also kastrierten Hahn, mit Klößen, Preiselbeer-Rotkohl, Rosenkohl, Früchtebrot, glacierten Maronen und gefülltem Grenadin-Apfel. Ausgefallene Menüs wird Meusel auch wieder zu Silvester seinen Gästen am Maschsee kredenzen.

Von Juliet Ackermann

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