Seelze

CDU fordert Neuauflage des Leinesprungs

Eine alte Karte zeigt den sogenannten Leinesprung, von dem die Variante 1 favorisiert worden war.

Eine alte Karte zeigt den sogenannten Leinesprung, von dem die Variante 1 favorisiert worden war.

Letter. Seelzes CDU-Fraktion sieht den Verkehr als das große Thema der Stadt. Die Christdemokraten fordern deshalb eine Neuauflage der Planungen für den sogenannten Leinesprung, der vor allem Letter entlasten würde. Sinnvoll seien aber auch kleinere Maßnahmen, wie etwa eine zweite Abbiegespur an der Autobahnabfahrt Wunstorf-Luthe.

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Letter sei am meisten vom Verkehr betroffen und müsse dringend entlastet werden, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Willms. Deshalb müsse der sogenannte Leinesprung wieder auf den Tisch. „Völlig unverständlicherweise ist dieses Projekt von SPD und Grünen in der Region aus dem Verkehrsentwicklungsplan wieder herausgenommen worden.“ Über die Entlastung Letters wird seit Jahrzehnten nachgedacht: Um dem Durchgangsverkehr eine attraktive Alternative zu bieten, war eine Verbindung von der Bundesstraße 441 im Bereich Letter durch die Leinemasch angedacht, die beim Klärwerk Hannover-Herrenhausen auf die Bundesstraße 6 münden sollte. Die Stadt Seelze hatte an dieser Idee jahrelang festgehalten. So hatte die SPD im Jahr 2013 beantragt, dass der Leinesprung weiterhin im Regionalen Raumordnungsprogramm berücksichtig werden soll. Die Seelzer CDU hatte sich ihrerseits im Kommunalwahlkampf 2016 für den Leinesprung stark gemacht. Dass die Region der Herausnahme der Entlastungstrasse aus den Planungsunterlagen zugestimmt hatte, sei in Seelze mit Entsetzen aufgenommen worden, sagte Willms. Der Fraktionsvorsitzende kündigte an, den Leinesprung in Seelzes politische Gremien zu bringen.

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Gerold Papsch, der auch Mitglied der Ratsfraktion ist, will außerdem die Autobahnabfahrt Wunstorf-Luthe verbessern. Die Abfahrt, die viele Fahrer nutzen, um nach Gümmer oder Dedensen zu kommen, sei nur einspurig angelegt. Zwar würden sich ortskundige Fahrer zweispurig aufstellen, um die Ampelphase besser auszunutzen. Dies gelte vor allem für die Abfahrt in Fahrtrichtung Westen. Eine zweispurige Abfahrt würde vor allem bei Staus auf der Autobahn helfen, Rückstaus zu vermeiden.

Schon jetzt sieht Papsch die Diskussion um die Stadtbahnverlängerung als Erfolg. Zwar hatte die CDU Seelze für ihren Antrag, die Linie 10 bis nach Velber zu verlängern, viel Kritik einstecken müssen. Regionsgrüne und Stadt-FDP hatten als Befürworter einer Stadtbahnverlängerung aus Hannover eine Trassenführung bis Seelze-Süd ins Gespräch gebracht –eine Idee, die auch von Seelzes SPD-Ortsvereinschef Reinhold Heinz für sinnvoll erachtet wird. Damit kann Papsch gut leben: „Hauptsache, es bewegt ich was –wir werden weitere Anträge zum Thema Verkehr stellen.“

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Willms sieht die Politik mehr als Ideengeber und die Kritik deshalb als kleinlich an. „Wenn ich Verkehrsplaner wäre, würde ich die Linie selbst aufzeichnen.“ Denn sowohl Üstra als auch Region Hannover verfügten über die entsprechenden Fachleute und könnten deshalb die Details erarbeiten.

Von Thomas Tschörner

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