Wedemark

Die WedeBiene geht auf Jungfernfahrt

Mit Schwung gehen der Vereinsvorsitzende Sven Ernst (von links), die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier und Bürgermeister Helge Zychlinski die Taufe der WedeBiene an.

Mit Schwung gehen der Vereinsvorsitzende Sven Ernst (von links), die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier und Bürgermeister Helge Zychlinski die Taufe der WedeBiene an.

Mellendorf. Ab Montag brummt jetzt jeden Montag bis Freitag die WedeBiene durch die Wedemark – ein Bürgerbus, der von dem gleichnamigen Verein ehrenamtlich betrieben wird. Bis zu acht Fahrgäste fasst der schwarz-gelb als Biene gestaltete Ford Transit - Rollstuhltransport ist auch kein Problem. Zu Taufe und anschließender Jungfernfahrt sind am Freitag Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski und die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier zur Stelle, aber auch der Vereinsvorstand und die vielen ehrenamtlich Engagierten können dabei die vollbrachte Arbeit eines Dreivierteljahrs einmal kurz feiern.

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Am gemeindlichen Mehrgenerationenhaus am Gilborn in Mellendorf startet der Vereinsvorsitzende Sven Ernst den Transporter, und dort darf der Verein WedeBiene auch weiter kostenfrei Räume für Sitzungen und Besprechungen nutzen. „Was wir als kleinen Beitrag leisten können, ist mehr als selbstverständlich“, betont der Bürgermeister. Denn die Initiative habe es weitestgehend aus eigener Kraft geschafft, dieses grandiose Projekt in so kurzer Zeit zu organisieren. „Das zeigt, welches Engagement vorhanden war“, so Zychlinski. Die Gemeinde sei den Ehrenamtlichen, zunächst dem Ideengeber Karsten Molesch, und allen Beteiligten zu Dank verpflichtet: „Im Ergebnis eine ganz tolle Sache“. Die Nachfrage nach der Dienstleistung sei mit schon jetzt 60 mitfahrenden Mitgliedern immens und werde ganz sicher noch stärker werden, wenn die nicht gerade unauffällige WedeBiene regelmäßig durch die Wedemark fahre.

22 ehrenamtliche Fahrer und Fahrerinnen hat der Verein schon gewonnen und geschult; er zählt 75 Mitglieder und elf Förderer. Dabei war die Idee erst Anfang 2017 geboren und der Verein dann im folgenden August mit zehn Mitgliedern gegründet worden, erläutert Ernst, der den Vereinsvorsitz von Molesch übernommen hat. Quasi gut übernommen hat der Verein die Idee und Satzung Bürgerbus aus Bienenbüttel; insofern sei der Name WedeBiene auch ein Dank an den Partnerverein dort.

Ein Riesenkonzept stecke hinter dem „Ich möchte gefahren werden“, verdeutlicht der Vorsitzende. So musste ein Logo entwickelt, das Fahrzeug gefunden und umgerüstet werden, es müssen nun, nach dem Start, ehrenamtliche Telefonistinnen und Routenplaner ans Werk gehen, ganz abgesehen von den Fahrern, die ihre freie Zeit verbindlich einsetzen. Wer hinzukommen möchte, muss den Führerschein Klasse 3 und mindestens zwei Jahre Fahrpraxis vorweisen und soll nicht älter als 75 Jahre sein. Geboten werden Fahrertraining, Erste-Hilfe-Kurs und Versicherungsschutz.

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Wer mitfahren will, muss Mitglied sein

Der Bürgerbus wird von dem mildtätigen Verein WedeBiene mit Sitz in der Wedemark ehrenamtlich betrieben und von der Behindertenbeauftragten der Region Hannover gefördert. Das Projekt gilt als bislang einmalig in der Region. Vereinszweck ist „die Förderung der Mobilität hilfsbedürftiger Einwohner der Gemeinde Wedemark“. Wer Fahrten in dem vereinseigenen Fahrzeug in Anspruch nehmen möchte, muss Mitglied im Verein werden. Das kann, wer nach Satzungszweck „bedürftig“ ist – ob finanziell oder gesundheitlich eingeschränkt. Auch gilt als bedürftig, wer sonst nicht mehr am sozialen Leben teilhaben kanng. Die Voraussetzungen können im persönlichen Gespräch im Einzelfall abgeklärt werden. Für Erwachsene beträgt der Jahresbeitrag – worüber dann die Fahrten im Transporter abgegolten sind – 48 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren zahlen 36 Euro im Jahr. Der Bürgerbus WedeBiene fährt montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr. Wer gefahren werden möchte, muss dies mindestens drei Werktage vor dem gewünschten Termin telefonisch anmelden über die Hotline (0175) 4747694. An Wochenenden gibt es keinen Anmeldedienst. Ausnahmslos ehrenamtliche Helfer bewerkstelligen die Fahrdienste wie die gesamte Organisation. Weitere Fahrer, Engagierte und Förderer sind sehr willkommen. Auskunft zu allgemeinen Fragen gibt es vom Vereinsvorstand unter Telefon (0176) 20801443 und (05130) 1529.

Zwar ist es kein Verein, der seit gut einem halben Jahr in Fuhrberg einen Fahrdienst für Menschen anbietet, doch mit Wilfried Herbst und Nicole Hohenstein sitzen dort ebenfalls zwei Ehrenamtliche für bedürftige Menschen wochentags am Steuer. Und das Angebot ist dank des Fuhrberger Autohauses Giesche für die Nutzer kostenlos.

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