Öffentlichkeitsfahndungen

Drei Menschen aus der Region Hannover werden derzeit vermisst

In der Region Hannover sucht die Polizei derzeit mehrere Personen per Öffentlichkeitsfahndung.

In der Region Hannover sucht die Polizei derzeit mehrere Personen per Öffentlichkeitsfahndung.

Hannover. Die Polizei sucht derzeit nach vier vermissten Personen aus Hannover und dem Umland. Nach einer Frau aus Wunstorf fahnden die Ermittler bereits seit Ende August vergangenen Jahres. „Personen gelten als vermisst, wenn sie ihr gewohntes Lebensumfeld verlassen haben, ihr Aufenthaltsort unbekannt ist und für sie eine Gefahr für Leib oder Leben angenommen werden kann“, sagt Janique Bohrmann von der Polizeidirektion Hannover.

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Mutter und Kind aus Hannover seit Anfang September vermisst

„Grundsätzlich besteht immer eine Gefahr für Vermisste, beziehungsweise abgängige ältere Menschen oder Kinder sowie Jugendliche“, sagt Polizeisprecherin Bohrmann. Eine Öffentlichkeitsfahndung komme insbesondere in Betracht, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine Gefahr für Leib oder Leben der Vermissten bestehen, Kinder vermisst werden, von Vermissten eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen oder Vermisste hilflos sind oder werden können.

Antonia G. (12) und dessen Mutter Franziska.

Antonia G. (12) und dessen Mutter Franziska.

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Eine Gefahr für Leib und Leben sieht die Polizei auch im Fall der vermissten Franziska T. (34 oder 35) sowie ihres Sohnes Antonio G. (12) aus Hannover-Vahrenwald. Das Sorgerecht für Antonio liegt beim Vater. Der hatte zuletzt am 3. September Kontakt zu seinem Sohn. Nach Ablauf des Ferienumgangs sollte der Junge zu ihm zurückkehren. Doch von Mutter und Sohn fehlt jede Spur. Es wird lediglich vermutet, dass sich die beiden in Leipzig, Hildesheim oder Göttingen aufhalten könnten, wohin T. Kontakte haben soll.

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Antonio war zum Zeitpunkt seines Verschwindens etwa 1,65 Meter groß, hatte blonde, kurze Haare mit Scheitel nach links und braune Augen. Franziska T. hat braun-blonde, kurze Haare und trägt eine Brille. Antonio hat womöglich einen orangefarbenen Rucksack bei sich. „Fortlaufend werden die Fahndungsmaßnahmen der Vermissten aktualisiert und eingehende, neue Hinweise werden überprüft“, sagt Bohrmann. Hinweise nimmt die Polizei nach wie vor unter Telefon (0511) 1092717 entgegen.

Seniorin aus Hannover vermisst

Seit Mitte Dezember läuft zudem die Öffentlichkeitsfahndung nach einer Seniorin aus Hannover. Ein Angehöriger hat am 14. Dezember Margitta D. aus Hannover-Lahe als vermisst gemeldet. Am Nachmittag dieses Tages verließ die 68-Jährige ihr Wohnhaus, um Arztbesuche in Bothfeld zu tätigen. Sie kehrte nicht zurück.

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Die Polizei bittet bei der Suche um Margitta D. um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Die Polizei bittet bei der Suche um Margitta D. um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Margitta D. war auf einem grau-weißen Pedelec der Marke „Kalkhoff“ unterwegs. Sie war bei ihrem Verschwinden mit einer lilafarbenen Steppjacke und schwarzen knöchelhohen Stiefeln bekleidet. Außerdem hatte sie einen dreieckigen Lederrucksack bei sich. Das Fahrrad hat eine auffällige rote Klingel.

Zeugen, die Hinweise zu der Vermissten oder ihrem Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich bei dem Polizeikommissariat Hannover-Lahe unter Telefon (05 11) 1093317 zu melden.

Das Fahrrad von Margitta D.

Das Fahrrad von Margitta D.

Wann sollte man jemanden bei der Polizei als vermisst melden?

„Bei vermissten älteren Personen, die in einem Seniorenheim leben, wird als erste Fahndungsmaßnahme mitunter das Wohnheim abgesucht“, sagt Bohrmann. Außerdem werden die alten Wohnadressen der Personen überprüft, da sich demente Personen gerne auf ihren „alten Heimweg“ begeben.

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Doch wann sollten Angehörige oder Freunde eigentlich eine Person als vermisst melden? Das kommt nach Polizeiangaben jeweils auf den Einzelfall sowie auf das Alter der Person an. „Grundsätzlich gilt: Wenn jemand seinen gewohnten Lebensumkreis verlassen hat und sich atypisch verhält, können Angehörige oder Freunde und Bekannte eine Polizeidienststelle aufsuchen und den Sachverhalt schildern“, sagt Bohrmann. „Die Polizei wird den Sachverhalt dementsprechend bewerten, einstufen und weitere Maßnahmen treffen.“

Von Manuel Behrens

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