Hannover

Drohen Fahrverbote für 36.300 Diesel-Autos?

Mehr als 36.300 Euro-4- und Euro-5-Dieselfahrzeuge sind in Hannover zugelassen.

Mehr als 36.300 Euro-4- und Euro-5-Dieselfahrzeuge sind in Hannover zugelassen.

Hannover. Mehr als 36 300 Diesel-Fahrzeuge könnten allein in der Stadt Hannover von Fahrverboten betroffen sein – die Zahl der Pendler aus dem Umland dürfte noch höher sein. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die Zahlen liegen der HAZ vor. Darin enthalten sind alle in der Landeshauptstadt zugelassenen Fahrzeuge mit Euro-4 und Euro-5-Dieselmotoren. Bundesweit sind demnach schätzungsweise 1,3 Millionen Autos in den 43 am stärksten belasteten Städten betroffen. Unter anderem gegen Hannover läuft bereits eine Klage mit dem Ziel, Fahrverbote in der Stadt durchzusetzen.

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Schon seit Jahren gilt auch für deutsche Städte der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter im Jahresmittel, ab 2019 drohen nun vielerorts Fahrverbote. Demzufolge könnte es laut Auflistung in Hannover 13 085 Fahrzeuge mit Euro-4- und 23 247 mit Euro-5-Motoren treffen – insgesamt 36 332 Autos. Ob möglicherweise auch die moderneren Euro-6-Autos betroffen sind, ist nicht klar. Ebenfalls nicht in der Tabelle berücksichtigt sind Pendler, etwa aus dem Umland.

Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass erst 2024 an allen Messstationen die Werte eingehalten werden. Daher hatte Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) bereits Mitte August im Umweltausschuss gesagt, dass die Zahl der Dieselfahrzeuge kurzfristig reduziert werden müsse und Fahrverbote geprüft würden. Kritiker befürchten allerdings, dass die Belastung durch einzelne, gesperrte Straßen bloß verlagert, aber nicht reduziert werde. Sollte das so kommen, sei laut Stadt ein Diesel-Tabu für die gesamte Umweltzone denkbar.

Verbote bereits in Hamburg

In Hamburg gibt es bereits Fahrverbote für ältere Diesel, ähnliches wird in Stuttgart und Frankfurt am Main geplant. Doch nicht nur Großstädte sind unter den 43 betroffenen Kommunen, sondern auch kleinere. Neben Hannover sind beispielsweise zwei weitere niedersächsische Städte dabei: Oldenburg (17.603 Dieselautos) und Osnabrück (15.284). Die betroffenen Euro-4-Diesel kamen bis Anfang 2011 in den Handel, die Nachfolger bis September 2015.

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Von Peer Hellerling

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