Hannover

Drohendes Verkehrschaos: Linie 10 fährt durch den Tunnel

Viele Passagiere warten vergebens.

Viele Passagiere warten vergebens.

Hannover. Anders als im Vorfeld erwartet, fließt der Verkehr am Steintor in Hannover weitgehend flüssig. An der Baustelle stauten sich am Freitagvormittags kaum Autos. Fahrzeuge konnten den Bereich relativ problemlos passieren.  Von 11 bis rund 19 Uhr fährt die Linie 10 ab Hauptbahnhof unterirdisch und die Linie 17 nur zwischen Glocksee und Stadionbrücke.

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Wegen des großen Andrangs am letzten Brückentag vor dem 1. Mai war der Verkehr  im Bereich des Steintors nahezu zusammengebrochen. Passagiere der Stadtbahnen der Linie 10 mussten bis zu 20 Minuten Verspätung hinnehmen. Daher wurde die Linie damals ebenfalls kurzfristig auf die Tunnelstrecke verlegt, um das Problem einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Diesmal hatte die Üstra bereits im Vorfeld auf den zu erwartenden Andrang auf die Innenstadt am Freitag, Sonnabend und am Pfingstsonnabend reagiert. Wie das Unternehmen bekannt gab, werden an diesen drei Tagen die Stadtbahnen der Linie 10 nicht auf der für 55 Millionen Euro neu entstehenden oberirdischen Strecke, sondern stattdessen erneut auf der Tunnelstrecke fahren.

Der Grund: Da das Steintor gerade eine Großbaustelle ist, müssen die Autos auf den Schienen fahren – bei hohem Verkehrsaufkommen kommt die Stadtbahn nicht mehr durch.

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Fahrgäste reagieren ungehalten

Trotz Durchsagen und Hinweisen an der Stationsanzeige der Rosenstraße blieben viele Leute stehen und warteten trotzdem auf die Bahn. „Das ist alles blöd“, sagte eine Passantin. Stefan Schweizer sah das ähnlich: „Ich wollte mit der Linie 10 fahren, das ist einfach eine bittere Enttäuschung. Das war ja im Vorfeld mit der neuen Lienenführung der Straßenbahn klar.“ Andrea Höppner zeigte mehr Verständnis: „Es ist nicht schlimm, wir wollten eh nur am Küchengarten was essen. Wir gehen dann einfach zum Hauptbahnhof.“

Am Steintor und an der Cleverstraße stehen Mitarbeiter der Üstra, die Fahrgäste auf die Sperrung aufmerksam machen und auf Alternativen hinweisen.

Von Laura Ebeling

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