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E-Days Hannover: So stehen die Besucher der Messe zu E-Mobilität

Messe für E-Mobilität: Zwei Tage lang bieten die E-Days alles rund um das Thema Elektro-Mobilität.

Messe für E-Mobilität: Zwei Tage lang bieten die E-Days alles rund um das Thema Elektro-Mobilität.

Hannover. Über 60 E-Autos, unterschiedliche E-Bikes und E-Roller können sich die Besucherinnen und Besucher an diesem Sonnabend und Sonntag auf rund 17.000 Quadratmetern in und an der Alten Druckerei auf dem Gelände der Madsack Mediengruppe anschauen. Gleich zum Start der E-Days am Sonnabendvormittag kamen viele Interessierte, um sich über das Thema E-Mobilität zu informieren, in den vielen Modellen Probe zu sitzen oder sogar eine Probefahrt in einem E-Auto zu machen.

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Messe zur E-Mobilität: Die E-Days bei Madsack in Hannover

Messe zur E-Mobilität: Die E-Days bei Madsack in Hannover

Auf der Suche nach dem passenden Fahrzeug

Adelheid und Rainer Kloppenburg möchten auf der Messe nach einem E-Fahrzeug schauen, das ihren Bedürfnissen entspricht. Momentan fahren sie mit einem Hybrid. Der Vorteil eines E-Autos sei natürlich der geringere Verbrauch und die Umweltfreundlichkeit, meinen die beiden. „Für uns ist es schwierig, ein Auto nach unseren Vorstellungen zu finden. Der Wagen sollte klein sein, aber trotzdem altengerecht, also mit hohen Sitzen“, sagt Adelheid Kloppenburg.

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Schwierigkeiten bei der Suche: Für Rainer und Adelheid Kloppenburg muss das neue E-Auto altengerecht sein.

Schwierigkeiten bei der Suche: Für Rainer und Adelheid Kloppenburg muss das neue E-Auto altengerecht sein.

Ein neues E-Fahrzeug möchten sie bald mit dem selbst produzierten Strom vom Dach betreiben. Die Photovoltaik-Anlage sei bereits montiert, erzählen die Kloppenburgs. Genutzt werden könne der Strom allerdings noch nicht, denn die Anlage sei noch nicht angeschlossen. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten wartet das Ehepaar seit einem halben Jahr auf den fehlenden Wechselrichter. Auch die wenigen Ladestellen seien gerade bei langen Strecken ein Problem.

Auf der Suche nach einem Zweitwagen

Auch Lutz und Bianca Drösemeyer sind in die Alte Druckerei gekommen, um sich über E-Mobilität zu informieren. Einen Fiat 500 haben sie bereits als E-Modell bestellt, berichten sie – er soll noch in diesem Jahr geliefert werden. Nun seien sie auf der Suche nach einem Hybrid als Zweitwagen. Als Vorteil der E-Autos sehen sie den Umweltschutz. Die unzureichende Ladeinfrastruktur ist allerdings auch für Drösemeyers ein Problem.

Informationen sammeln: Bianca und Lutz Drösemeyer haben bereits ein E-Auto bestellt.

Informationen sammeln: Bianca und Lutz Drösemeyer haben bereits ein E-Auto bestellt.

Die Geschwister Frank und Nicola Wunderlich sind mit unterschiedlichen Intentionen zu den E-Days in der August-Madsack-Straße gekommen. Frank Wunderlich hat großes Interesse an der E-Mobilität und sucht ein Ersatzauto für seinen Verbrenner. Grund seien vor allem die steigenden Benzinpreise. Er habe zu Hause bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und auch eine Wallbox, mit der er das Fahrzeug laden könne.

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Geschwister mit unterschiedlichen Meinungen

Seine Schwester Nicola steht dagegen ganz anders zu E-Autos. „Ich finde, das ist eine noch größere Umweltsünde als ein Verbrenner“, sagt sie. Grund sei die Lithiumgewinnung für die Batterien. Das Bergen des Rohstoffes sei sehr gefährlich für die Arbeiter, so Wunderlich. Zudem sei die Reparatur schwierig und man wisse anschließend nicht wohin mit den Batterien. Die Vermarktung der E-Autos sei von der Politik zu einfach gedacht und diene hauptsächlich der Stärkung der Automobilindustrie, meint sie. Trotzdem finde sie es interessant, auf der Messe zu sehen, wohin sich die Technik entwickele.

Gegensätzliche Meinungen: Die Geschwister Nicola und Frank Wunderlich bewerten E-Autos ganz unterschiedlich.

Gegensätzliche Meinungen: Die Geschwister Nicola und Frank Wunderlich bewerten E-Autos ganz unterschiedlich.

Anja und Wolpert Münkel möchten sich dagegen in jedem Fall ein E-Auto anschaffen, um die Umwelt zu schützen. Sie würden sich gerne eine Solarzelle auf ihr Dach bauen lassen, im Moment seien die Handwerkskosten für sie allerdings noch unbezahlbar. Zudem müssen sie sich mit Fragen der Reichweite eines E-Autos auseinandersetzen. „Wir wohnen nicht in der Stadt und sind daher auf das Auto angewiesen“, so Münkel. Auch der unzureichende Ausbau des Ladenetzes sei für sie ein Problem. Mit dem Wohnmobilanhänger in den Urlaub zu fahren sei nur mit längeren Pausen möglich. An der Anschaffung eines E-Autos führe dennoch kein Weg vorbei, sagt Münkel.

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Hohe Nachfrage – lange Lieferzeiten

Rund 15 verschiedene regionale Aussteller und Autohäuser zeigen auf der Messe ihre Fahrzeuge und beantworten Fragen der Besucherinnen und Besucher. Robin Denner ist Verkaufsberater bei Škoda. Die Messe laufe gut, viele Interessenten kämen vorbei, um sich die Autos anzuschauen. Häufig werde die Frage nach der Verfügbarkeit der Autos gestellt. Die meisten Kunden würden gerne möglichst schnell einen Wagen kaufen, da sich der Umweltbonus zum nächsten Jahr verändere.

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Freut sich über Kundenkontakt: Aussteller Robin Denner zeigt den Besucherinnen und Besuchern die neusten E-Autos.

Freut sich über Kundenkontakt: Aussteller Robin Denner zeigt den Besucherinnen und Besuchern die neusten E-Autos.

Aufgrund der hohen Nachfrage komme es noch immer zu langen Wartezeiten, so Denner. Ungefähr 60 bis 70 Prozent der Nachfrage bei Skoda drehe sich um E-Autos. Das Model Škoda „Enyaq“ habe allerdings eine Wartezeit von bis zu zehn Monaten. Für den Verkaufsberater ist es dennoch schön, wieder auf einer Messe zu sein, Präsenz zu zeigen und den Kunden Autos vorzustellen.

Die Messe findet am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr in der Alten Druckerei statt, der Event-Location der Madsack Mediengruppe. Adresse: August-Madsack-Straße 1. Sie erreichen das Gelände über die Bemeroder Straße stadtauswärts oder die Stadtbahnlinie 6 Richtung Messe-Ost. Sie können aber auch mit dem Auto auf dem Gelände der Madsack Mediengruppe parken. Es gibt reichlich kostenlose Parkmöglichkeiten. Der Besuch ist kostenlos.

Von Jette Ihl

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