Abbensen

Ehepaar Keck ist seit 60 Jahren verheiratet

Das Ehepaar Keck aus Abbensen feiert diamantene Hochzeit.

Das Ehepaar Keck aus Abbensen feiert diamantene Hochzeit.

Abbensen. Richtig getraut hatte er sich zunächst nicht. „Er hat meine Schwester gefragt und wollte sie vorschicken, ob ich mit ihm ins Kino gehen wolle“, sagt Christa Keck, damals lautete ihr Nachname noch Schenkling. Schließlich fasste sich Karl-Heinz Keck doch ein Herz. In Hope bei Schwarmstedt gingen sie dann ins Kino. „Wir wissen es nicht mehr ganz genau. Ich bin aber sicher, dass wir den Film ,Grün ist die Heide´ gesehen haben“, sagt der heute 80-Jährige. Das war 1956. Am 22. November 1958 läuteten in Schwarmstedt die Hochzeitsglocken. Am Donnerstag feierten die Abbenser, die seit 1989 in der Ortschaft leben, diamantene Hochzeit.

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Einen Anruf zum Ehejubiläum erhielten die Kecks auch von Enkeltochter Janine. „Oma, 60 Jahre!“, hat das Großkind, selbst seit zehn Jahren verheiratet, am Telefon gesagt. „Dann habe ich ihr geantwortet: Pass auf, wie schnell das geht.“ Schnell ging es auch damals. Die jungen Eheleute waren 17 (Christa) und 20 (Karl-Heinz) Jahre alt, die Eltern mussten jeweils die Zustimmung für die Hochzeit des noch minderjährigen Paars geben. „Viele Leute haben uns gefragt, warum wir so früh geheiratet haben. Ich sage dann immer, dass es wohl die große Liebe gewesen sein muss“, sagt Christa Keck.

Das  zeigt Christa und Karl-Heinz Keck bei der Eheschließung vor 60 Jahren

Das zeigt Christa und Karl-Heinz Keck bei der Eheschließung vor 60 Jahren.

Kennengelernt haben sie sich am Ort ihrer ersten Verabredung: in Hope. Keck machte eine Ausbildung bei der Bundesbahn, für zwei Jahre war er dem Bahnhof Hope zugeteilt. Sein dortiger Chef lebte in einer Wohnung nebenan, verheiratet mit der Schwester von Christa Schenkling. Nach dem gemeinsamen Kinoerlebnis folgten weitere Treffen, der Schwarmstedter besuchte seine Freundin in deren Heimat Hannover. „Ich habe am Sonntagabend für den Weg nach Hause immer den letzten Zug genommen. Einmal bin ich aber eingeschlafen und eine Station zu spät ausgestiegen, musste dann über die Bahngleise zurück nach Schwarmstadt gehen“, sagt Karl-Heinz Keck und lacht. Nach seiner Ausbildung arbeitete er 40 Jahre für Benecke in Vinnhorst. Seine Frau ist gelernte Schneiderin, war in diesem Beruf zunächst in Langenhagen tätig. Weitere 20 Jahre arbeitete sie in Schwarmstedt in einem Kinderheim.

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Bleibt nur noch die Frage zu klären: Wie und wann wird denn eigentlich bei den Kecks, mittlerweile dreifache Urgroßeltern, gefeiert? Sie winkt ab. „Ach, wir feiern am Sonnabend in ganz kleinem Rahmen mit der Familie. Mein Mann ist kein großer Tänzer.“ Wie clever damals von Karl-Heinz Keck, dass er seine spätere Frau ins Kino und nicht zum Tanztee eingeladen hatte.

Von Stephan Hartung

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