Tierwelt

Ein Rundgang durch den Zoo am frühen Morgen

Manche der Tiere sind während der Führung schon hellwach – andere dösen noch.

Manche der Tiere sind während der Führung schon hellwach – andere dösen noch.

Hannover. Was treiben die Tiere im hannoverschen Zoo am frühen Morgen? Dieser Frage geht eine ungewöhnliche Besichtigungstour nach, die der Zoo immer sonntags um 8 Uhr anbietet. Wer jedoch an diesem Sonntagmorgen einen erwachenden Dschungel erwartet mit Pfeifen, Kreischen und Brüllen, dürfte enttäuscht sein. „Die meisten Tiere sind bereits wach oder schlafen noch“, sagt Johanna Evers, die als Scout 22 Besucher durch die Anlage führt. Der Reiz bestehe darin, sagt sie, dass man abseits der großen Besucherströme unterwegs sei und beobachten könne, wie die Tiere ihre Ställe verlassen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Geräusche sind auffälliger an diesem frühen Morgen im Zoo. Dort, wo üblicherweise die Menschen den Ton angeben, etwa im Yukon Bay Gehege, hören die frühen Besucher jedes Grunzen und Schnauben der Robben. Manche Tiere strecken sich noch in der Sonne aus und dösen, andere ziehen bereits im Becken ihre Bahnen. „Die Wellenanlage ist noch nicht eingeschaltet“, sagt Evers. Warum braucht das Robben-Becken eigentlich Wellen?, will sie von der Besuchergruppe wissen. Einige glauben, dass das den Tieren gefalle und vermutlich die Wasserqualität verbessere. „Es geht eher darum, den Krach der Menschen mit einem Gegengeräusch zu übertönen“, erklärt die Tiermedizinstudentin.

Die Löwen bleiben an diesem Morgen distanziert, immerhin lässt sich von Ferne ein herzhaftes Gähnen des männlichen Tiers beobachten. In den Wirtschafts- und Lagerräumen zeigt Evers, was die Zoobewohner auf den Frühstückstisch bekommen: Frisches Gemüse und Obst vom Großmarkt, Mehlwürmer, etwa für Erdmännchen, und Rinderhälften. „Wir dürfen kein Wirbeltier lebend verfüttern“, erklärt die Zoo-Führerin.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Schluss des Rundgangs gibt es noch einmal Ungewöhnliches zu hören. Zwei Emus hüpfen aufgeregt umeinander und stoßen Töne aus, die sich wie Trommelschläge anhören. Manche Besucher glauben, dass gerade ein Tonband abgespielt wird, doch die australischen Laufvögel klingen tatsächlich so.

Die morgendlichen Führungen starten sonntags um 8 Uhr. Tickets können über die Website des Zoos gebucht werden.

Von Andreas Schinkel

Mehr aus Hannover

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken