Isernhagen

Für Trödelfans beginnt die Jagdsaison

Besucher des Nachtflohmarkts auf dem Isernhagenhof.

Besucher des Nachtflohmarkts auf dem Isernhagenhof.

Isernhagen. Der Sommer ist gelaufen, für die Schnäppchenjäger beginnt die Jagdsaison. Bei zwei Flohmärkten in der Gemeinde Isernhagen stöberten am Wochenende durchaus unterschiedliche Zielgruppen.

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Auf dem Nachtflohmarkt auf dem Isernhagenhof kommen vor allem Freunde von Antiquitäten, Kuriositäten, Kleidung und Haushaltswaren auf ihre Kosten. 42 Stände warten am Freitag in und vor der Scheune auf die Besucher. Viele Standbetreiber kämen immer wieder, erklärt Organisator Werner Hinz. Es seien der „familiäre Charme und das freundliche Miteinander“, die die Teilnahme für viele Aussteller interessant machten.

Gerlinde Ude aus Isernhagen verkauft regelmäßig Antiquitäten auf dem Nachtflohmarkt. Seit Jahren hat sie ihren Stand im Foyer direkt am Eingang der Scheune: Ob Lampen, nostalgische Radios oder Geschirr: Die Objekte erhält sie meist von Verwandten mit dem Auftrag, sie weiterzuverkaufen. Mehrere Tische füllen die Gegenstände, die sie bis 21 Uhr an neue Besitzer bringen möchte, darunter auch ein mehr als 100 Jahre alter Kinderwagen samt Puppe.

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Um alles einzupacken, benötigt sie satte drei Stunden. „Für den Aufbau des Standes habe ich dann etwa anderthalb Stunden gebraucht“, erklärt sie. Mittlerweile hat Ude ein System im Packen entwickelt, um möglichst effizient zu arbeiten. Außer im Isernhagenhof verkauft sie auch in Hannover. Ihre Begeisterung für Flohmärkte hat die 72-Jährige seit der Schulzeit – trotzdem ist es für sie ein Hobby. Das ist Organisator Hinz wichtig, der keine „fliegenden Händler“ möchte – das passe nicht zu der Veranstaltung.

Einen ganz anderen Schwerpunkte setzte am Sonntag der Förderverein der Altwarmbüchener AWO-Kita bei seinem Trödelmarkt hinter der Grundschule: Unter dem Motto „Isernhagen räumt auf“ stapeln sich an 62 Ständen Kinderkleidung und Spielzeug auf Tapeziertischen und Decken. Statt Landluft weht der Geruch von Zuckerwatte über das Gelände. Christiane Kunze aus Kirchhorst hat am Klettergerüst hinter der Grundschule aufgebaut. Sie verkauft Kleidungsstücke, die ihren drei Kindern nicht mehr passen. „Die wachsen so schnell heraus“, erklärt sie. Da biete der Flohmarkt eine gute Möglichkeit, nicht mehr passende Stücke in neue Hände zu geben. „Und es ist ja gut für die Umwelt, wenn die Kleidung weiter benutzt wird.“ Und eine Kundin ergänzt: „Außerdem ist es natürlich günstig.“

„Ich bin aber auch selber mehrmals im Jahr als Kundin auf Flohmärkten“, erzählt Kunze. „Jetzt geht die neue Saison für Wintersachen los.“ Von Winterstimmung ist am Sonntag auf dem Flohmarkt in Altwarmbüchen allerdings keine Spur. Bei zeitweise prallem Sonnenschein handeln die Besucher mit den Ausstellern und genießen das Wetter. Für die jüngsten Gäste steht eine Zuckerwattemaschine bereit. Beiden Flohmärkten gemein ist die gute Stimmung auch zwischen den Verkäufern. Christiane Kunze ist das wichig: „Das ist immer ein tolles Miteinander.“

Von Maximilian Hett

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