Hagenburg/Wunstorf

Fusion mit Wunstorf als Alternative?

Die Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther (von links), Jörn Wedemeier und Mike Schmidt streben eine Fusion an.

Die Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther (von links), Jörn Wedemeier und Mike Schmidt streben eine Fusion an.

Hagenburg/Wunstorf. Die mögliche Fusion mehrerer Gemeinden zu einer Samtgemeinde Nordschaumburg hat im Hagenburger Rat für einige Diskussionen gesorgt. Vor einer Entscheidung über die Haltung des Gremiums zum Zusammengehen der Kommunen sind im Rat im Anschluss an die jüngste Sitzung erste Gedanken zu dem Thema ausgetauscht worden. Dabei ist auch eine mögliche Fusion mit Wunstorf zur Sprache gekommen.

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Obwohl Gemeindedirektor Jörn Wedemeier darauf hinwies, dass alle Ratsmitglieder in Kürze mit konkreten Informationen versorgt würden und eine Vorlage für sie in Arbeit sei, begann der frühere Bürgermeister Josef Vorderwülbecke (CDU) seine Gedanken darzustellen. Er sprach unter anderem von einem möglichen Verlust von Bürgernähe.

Ins Zentrum der Betrachtung rückte auch der Aspekt, dass sich Hagenburg am äußersten nordöstlichen Rand des Landkreises Schaumburg befinde. Fast „wie ein Valenzelektron in der letzten Schale“, meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende Detlef Gödeke. Er hatte einen anderen Aspekt eingebracht: Zuerst müsste die Frage nach einer Einheitsgemeinde beantwortet werden.

Falls es zu einer Fusion komme, sei die „Mitgift“ der Samtgemeinde Sachsenhagen „beachtlich“, und angesichts der Lage müsse auch über eine Fusion mit der Stadt Wunstorf nachgedacht werden.

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Trotz des merklichen Unmuts speziell in der CDU-Fraktion darüber, dass sich unter dem Punkt „Anfragen und Mitteilungen“ nun doch eine Diskussion entsponnen hatte, beteiligte sich auch der CDU-Fraktionssprecher Jörg Zschetzsche daran: Er verwies darauf, dass Wunstorf eben eine solche Einheitskommune sei. Würde dieser Schritt vollzogen, „dann könnten wir hier am Tisch nicht mehr über Städtebauförderprogramme nachdenken, sondern wären von dem Wohl und Wehe des Stadtrates abhängig“, meinte der Fraktionschef. Im Übrigen würde die CDU-Fraktion zunächst die Ratsvorlage zu dem Thema abwarten und sich dann in einer möglichen Klausurtagung dem Thema Fusion widmen.

Für den Wunstorfer Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt kommt die Idee einer Fusion über die Kreisgrenze hinweg überraschend, er kann sie aus Sachsenhäger Perspektive aber nachvollziehen. „Wenn der Wille dort wirklich ernsthaft bestehen sollte, würden wir uns Gesprächen sicherlich nicht verschließen.“ Wunstorf müsse aber aufpassen, dass dafür für seine Bürger keine Nachteile entstehen. So oder so will er die gute Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Sachsenhagen weiter ausbauen.

Von Jan Peter Wiborg und Sven Sokoll

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