Seelze

Gospelchor Canto Vivo überzeugt mit vielen Facetten

Volles Haus beim Konzert des Gospelchores Canto Vivo in Letter.

Volles Haus beim Konzert des Gospelchores Canto Vivo in Letter.

Letter. „Wenn wir glauben“ heißt ein Stück, dass der Gospelchor Canto Vivo am Sonnabend aus seinem breit gefächerten Repertoire vorträgt – kaum zu glauben ist dagegen, was die Konzertbesucher in Letters St. Michael-Kirche erleben dürfen. Der Kirchenraum ist bis auf den letzten Platz gefüllt, als die rund 50 schwarz gekleideten Sänger mit ihren flammend gelb-orangen Halstüchern um 19 Uhr einziehen. Dabei singen sie „Calypso Gloria“. Nachdem sie im Altarraum Aufstellung bezogen haben, ist auch der richtig voll. Zwei Stunden lang dauert das Konzertprogramm mit 23 Stücken und vier Zugaben.

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Ein Reichtum an Facetten

Vom Teenager bis zum erfahrenen Mitglied ist die singfreudige Gruppe breit aufgestellt und ihr Repertoire spiegelt diesen Facettenreichtum auch stimmlich. Klassiker, wie „Go down, Moses“ gehen den Gospelchor-Mitgliedern ebenso fröhlich von den Lippen, wie Spirituals, afrikanische Chorsätze und Popsongs. Bei Canto Vivo passt das afrikanische „Tatu wetu“, was man wörtlich nicht verstehen aber mit jeder Faser fühlen kann, zu Stücken wie „Selber denken“ aus dem Luther-Pop-Oratorium. Auch „Hallelujah, Salvation and Glory“ ist beim Konzert auf Einladung des Freundeskreises Musik in St. Michael kein Widerspruch zu Udo Lindenbergs „Durch die schweren Zeiten“.

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„Die trauen sich aber was“, denkt man beim Zuhören. Die gewagten Gegensätze fügt der Chor zu einem geschmeidigen Ganzen zusammen. Die Sänger demonstrieren Singen als ein Gruppenerlebnis – von traditionellen Gospelstücken bis zu Liedern wie Marius Müller Westernhagens „Freiheit“. Dirigent Harald Röhrigs leitet den Chor mit Begeisterung, von der sich auch das Publikum gerne anstecken lässt. Auch wenn die Zuschauer ihre Euphorie nicht durch Aufstehen und Mitsingen zeigen, sondern schön still im Sitzen genießen. Dennoch: So ganz unbeweglich bleiben die Sitzreihen nicht. Nach dem Stück „Holy is the Lord“ feiert das Publikum das beeindruckende Konzerterlebnis mit Standing Ovations. Deshalb ist auch noch nicht Schluss, sondern es geht mit Leonard Cohens berührendem „Hallelujah“ und drei weiteren Werken weiter. Ab „Freedom is coming“ wird vor der Kirche gesungen. „Kwaheri“ leitet in die Nacht über. Das Stück ist auf Suaheli und heißt „auf bald“ – ein passender und schöner Abschluss.

Von Patricia Chadde

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