Langenhagen

Grundschüler experimentieren mit Energie

Wasser aus der Gießkann auf das Antriebsrad, und schon dreht sich das Karussell

Wasser aus der Gießkann auf das Antriebsrad, und schon dreht sich das Karussell

Langenhagen. „Vorsicht, das explodiert gleich!“: So wird der Besucher auf dem Pausenhof der Hermann-Löns-Schule gewarnt. Und tatsächlich: Eine kleine transparente Plastikdose, gefüllt mit einer orangefarbenen Flüssigkeit, hebt plötzlich vom Boden ab und fliegt wie eine Rakete durch die Luft. „Brauseraketenbau und Raketenstart“ heißt denn auch die Beschreibung für die Station bei den Experimentiertagen an der Grundschule. Die „Rakete“ soll anschaulich die Wirkung von Kohlenstoffdioxyd demonstrieren, das für die Erderwärmung verantwortlich ist. „Die Kinder geben eine Brausetablette in eine Dose und ein bisschen Wasser dazu“, beschreibt Sven Schlüter den Versuchsaufbau. Wenn die Dose verschlossen wird, entsteht durch das Kohlenstoffdioxyd nach kurzer Zeit ein Druck, der den Deckel abhebt und die Dose fliegen lässt.

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Schlüter, der mit einem Partner die Arbeitsgemeinschaft Umwelt und Bildung betreibt, hat mithilfe von Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitern zehn Stationen aufgebaut – alle in dreifacher Ausfertigung, damit alle Schüler etwas zu tun haben. Da werden die Einsatzmöglichkeiten von Luft, Feuer und Wasser untersucht, Magnetkraft getestet, Solarspielzeuge ausprobiert und Energieverbrauch gemessen. „Ziel ist, dass die Kinder Energie kennen lernen“, sagt Schlüter. Energieträger wie Wind oder Sonne sind dagegen erneuerbar, ist eine Erkenntnis aus den beiden Experementiertagen.

So fanden Anika und Lea die Station mit den Luftballons besonders spannend: Sie bliesen die Ballons auf, befestigten sie an kleinen Modellautos und siehe da: Vom Wind gezogen rollten die Wagen vorwärts. Aber auch der Antrieb eines Karussells mit Wasserkraft oder Informationen über das Sonnensystem stießen auf reges Interesse. „Wie kommt es, dass wir Tag und Nacht auf der Erde haben?“, fragt Thomas Schwarz, der sich wie andere Eltern als Helfer zur Verfügung gestellt hat, und bekommt vom Nachwuchs die richtige Antwort: „Weil sich die Erde um sich selbst dreht.“

Von Thomas Böger

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