Rathaus

Hauseigentümer demonstrieren gegen Strabs-Beteiligung

„Ungerecht, dass die Anlieger für Straßen zahlen müssen, die alle nutzen“: Der Protest am Rathaus.

„Ungerecht, dass die Anlieger für Straßen zahlen müssen, die alle nutzen“: Der Protest am Rathaus.

Hannover. Die Wut sitzt tief bei vielen Immobilieneigentümern, dass sie wegen der ungeliebten Straßenausbaubeitragssatzung zahlen müssen, wenn Straßen grunderneuert werden. Am Mittwoch versammelten sich fast 200 Aktivisten aus den bisher sieben hannoverschen Bürgerinitiativen gegen die Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) vorm Rathaus, wo der Bauausschuss tagte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Für Hanna Sewig aus der Südstadt war die Anti-Strabs-Demo im Frühsommer vor dem Landtag die erste Protestaktion auf der Straße, „und heute ist es die zweite – aber bei dem Thema muss man sich engagieren“, sagt sie. Ihr Mann Georg Sewig unterstreicht: „Wir sind dagegen, dass fast alle die Straßen nutzen, aber nur die Anlieger zahlen sollen –das ist ungerecht.“

Organisiert hat den Protest der Südstädter CDU-Politiker Jesse Jeng, der für die dortige Stadtteilinitiative spricht, die sich wegen der anstehenden Sanierung der Geibelstraße gebildet hat. Auch CDU-Baupolitiker Felix Semper befand gestern: „Eine Mehrheit für die Abschaffung der Strabs ist im Rat längst vorhanden“, weil auch Teile der SPD Bedenken hätten. Die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP müsse jetzt endlich Farbe bekennen. In der Bevölkerung gebe es „immer mehr Kritik an der Strabs“, die zudem wegen des „immensen Verwaltungsaufwands“ und geringer Einnahmen kaum mehr sinnvoll sei.

Landesweit haben sich mittlerweile 28 Protestinitiativen gegen die Strabs gebildet. Als Sprecher des Landesbündnisses war Niels Finn aus Handelsloh bei Buchholz in der Nordheide gekommen. „Die Beiträge sind ungerecht, die Strabs gehört abgeschafft“, sagt er. Welches Modell stattdessen zur Finanzierung gewählt werden solle, ob höhere Grundsteuern, Quartiersumlagen oder regelmäßige Beiträge für alle Stadtbewohner, da will sich das Bündnis nicht festlegen. „Das soll die Politik entscheiden“, sagt Finn: „Die Umlage ausschließlich auf Immobilieneigentümer jedenfalls ist nicht richtig.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von Conrad von Meding

Mehr aus Hannover

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken