Ronnenberg

Heimatbund feiert sein 90-jähriges Bestehen

Wilfried Otto (von links), Ellen Scheffler und Heinz-Siegfried Strelow gratulieren Karl Seemann zum 90-jährigen Bestehen der Ortsgruppe Ronnenberg.

Wilfried Otto (von links), Ellen Scheffler und Heinz-Siegfried Strelow gratulieren Karl Seemann zum 90-jährigen Bestehen der Ortsgruppe Ronnenberg.

Ronnenberg. Mit zahlreichen Gästen hat der Heimatbund Ronnenberg am Mittwoch sein 90-Jähriges Bestehen gefeiert. Zu den Gratulanten in der Lütt Jever Scheune zählten neben Bürgermeisterin Stephanie Harms auch der Präsident des Heimatbundes Niedersachsen, Heinz-Siegfried Strelow und seine Vorstandskollegen Wilfried Otto und Ellen Scheffler. „Wir sind stolz darauf, dass alles, was im Jahr 1901 in der 1. Satzung steht, auch heute noch gilt: Naturschutz, Denkmalschutz, Pflege der plattdeutschen Sprache und der regionalen Kultur“, sagte Strelow. Dem Alter der Ortsgruppe angepasst, überrichte er als Geschenk 90 Euro an den Ronnenberger Vorsitzenden Karl Seemann.

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Seemann spannte einen Bogen von der Gründung der Ortsgruppe Ronnenberg im Jahre 1928 durch Georg Meyer bis in die Gegenwart. „Im Vordergrund der Aktivitäten standen und stehen auch heute noch die Forschungen zur Lokalgeschichte und Brauchtumspflege“, sagte der Vorsitzende. Meyer, der das Fundament zur Erforschung der Ortsgeschichte legte, veröffentlichte 1930 nach Abschluss seiner Forschungsarbeiten mit wissenschaftlicher Unterstützung zwei Bücher und organisierte zur Begeisterung der Ronnenberger eine 1400-Jahrfeier.

„In den sechziger Jahren träumte Albert Rampendahl von der Eröffnung eines Heimatmuseums und begann mit der Sammlung musealer Stücke“, berichtete Seemann. Bruno Kaleschke setzte als Vorsitzender 1975 den Traum seines Vorgängers um und eröffnete in der ehemaligen Werkskantine des Kalischachtes in der Gehrdener Straße ein Heimatmuseum, das bald aus allen Nähten platzte. Im Jahr 1977 wurde ein bäuerliches Anwesen zum Museum um- und ausgebaut. Der Umzug des Heimatmuseum in das sanierte Gebäude im Ortskern Über den Beeken, wo es sich auch heute noch befindet, erfolgte 1978.

„Unter der Ägide von Ernst-August-Meyer ist das Museum ausgegliedert worden und einem neu gegründeten Museumsverein übertragen worden“, erzählte Seemann, der im Jahr 2004 zum Vorsitzenden des Heimatbundes Ronnenberg gewählt worden war. Schon ein Jahr nach seiner Wahl habe er mit der Aufarbeitung der Ortsgeschichte begonnen und sich vornehmlich auf die Aufarbeitung der Zeitgeschichte und deren Publikation beschränkt.

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Heute präsentiere sich der Heimatbund mit seinen rund 123 Mitgliedern als ein breit aufgestellter Verein, zu dessen satzungsgemäßen Aufgaben vornehmlich kulturelle Anliegen wie Pflege der Lokalgeschichte, der örtliche Traditionen und Identitäten und das Erscheinungsbild Ronnenberg zählen. „Wanderungen und Studienfahrten, Frühstückstafeln sowie Klön- und Spielabende runden das Angebot ab“, so Seemann.

Ein besonderes Anliegen des Vereins bleibe es, einen fundierten Beitrag zur Ermittlung des tatsächlichen Alters der Stadt zu leisten. „Wir setzen heute unsere Hoffnung darauf, dass der Heimatbund seine Felder auch in den kommenden Jahren bestellt und in zehn Jahren in alter Frische dann sein 100-jähriges Bestehen feiern kann“, sagte er.

Von Heidi Rabenhorst

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