Bissendorf

Heimatmuseum wird zum Spielzeugland

Manfred Schlimper und Sabine Dohnke besprechen die Dekoration.

Manfred Schlimper und Sabine Dohnke besprechen die Dekoration.

Bissendorf. Das war schon eine vorweihnachtliche Überraschung. Auf ihren Wunschzettel hatten die Verantwortlichen des Richard-Brandt-Heimatmuseums vor allem Teddys und Puppen geschrieben. Und die gab es in großen Mengen. Zwar nicht als Geschenk vom Weihnachtsmann, aber als Leihgabe von Privatpersonen aus der unmittelbaren und sogar weiteren Umgebung. "Wir sind von der Resonanz völlig begeistert und hätten nicht damit gerechnet", sagt Museumsleiter Karl-Hans Konert. Für die Sonderausstellung "Meine schönste Puppe – mein liebster Teddy" hatte er einen entsprechenden Aufruf in den Medien unternommen. 75 Personen lieferten nun Spielzeug in Kartons, Tüten oder Paketen ab.

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„Die Leute haben jeweils zehn Teile im Durchschnitt abgegeben“, sagt Konert und berichtet von logistischen Problemen, die man aber gern in Kauf nimmt. So wurde das Haus von Familie Dohnke aus dem Organisationsteam zum Zwischenlager. „Für drei Wochen glich unser Wohnzimmer einem Spielzeuglager. Wir konnten es nicht mehr benutzen“, sagt Helmut Dohnke. Am vergangenen Wochenende haben mehrere Helfer damit begonnen, im Museum die Kartons auszupacken und das Spielzeug aufzustellen. Damit haben sie auch in diesen Tagen noch zu tun. „Wegen der großen Zahl von Leihgaben mussten einige Teile der Dauerausstellung weichen, um Platz zu machen für die Puppen und Teddys“, sagt Konert und zeigt in den Ausstellungsraum. Die Scorpions-Fans können aber beruhigt sein. Die Vitrine mit den Unikaten aus der Rockband-Historie bleibt erhalten.

Jedes Spielzeug erzählt eine Geschichte

Apropos Historie: Teddys und Puppen werden nicht nur einfach platziert, sondern auch thematisch geordnet. „Das Spielzeug erzählt auch Geschichten, die die Leute erlebt haben“, sagt Manfred Schlimper, Mitglied des Ausstellungsteam. Schlimper berichtet von einer Puppe, die ab dem Sommer angeblich krank war und der kleinen Besitzerin damals bis Weihnachten vorenthalten wurde. „Die Mutter des Mädchens hat bei jedem Frisörbesuch die Haare gesammelt und daraus dann bis Weihnachten eine Perücke für die Puppe angefertigt“, sagt Schlimper.

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Die Ausstellung beginnt am Sonnabend, 1. Dezember, um 14 Uhr endet am 6. Januar 2019. Die Öffnungszeiten sind ansonsten immer sonnabends und sonntags von 15 bis 18 Uhr, dies gilt auch für die beiden Weihnachtstage. Während des Bissendorfer Weihnachtsmarkts am 8. und 9. Dezember ist sogar bis 21 Uhr geöffnet. Zusätzliche Öffnungen und Führungen gibt es auf Anfrage unter Telefon (05130) 790396.

Von Stephan Hartung

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