Seelze

Heizung im Bürgerhaus Lohnde wird im Juni saniert

Das Bürgerhaus in Lohnde soll eine neue Heizung erhalten.

Das Bürgerhaus in Lohnde soll eine neue Heizung erhalten.

Lohnde. Eine neue Heizung wird im Juni in das Bürgerhaus Lohnde eingebaut. „Heizung und Dusche müssen funktionieren“, sagt Ortsbürgermeister Wilfried Nickel. Damit ist die Zukunft des Gebäudes aber nicht gesichert: Die Stadtverwaltung hat in ihrer Informationsvorlage über die Situation der Schullandschaft im nordwestlichen Stadtgebiet von Seelze unter anderem auch das sanierungsbedürftige Bürgerhaus und dessen möglichen Ersatz durch eine Mehrzweckhalle ins Gespräch gebracht. Wie es weiter geht, sei aber noch unklar, betont Nickel.

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Wichtiges Signal für die Lohnder sei auf jeden Fall, dass nun nach vielen Jahren die neues Heizungsanlage für das Bürgerhaus installiert wird. In den vergangenen Jahren sei das Gebäude von der Stadt stiefmütterlich behandelt worden, sagt der Ortsbürgermeister. Die Kegelbahn im Keller sowie andere Räume seien wegen Schimmelbefall bereits gesperrt. Mit der Heizung gebe es Hoffnung auf Besserung. Nickel hält es für zu früh, etwas zu einer etwaigen neuen Mehrzweckhalle zu sagen. „Wir haben uns im Ortsrat nicht dazu geäußert, es war nur eine erste Information.“ In ihrer Vorlage nennt die Verwaltung rund 120.000 Euro für die Heizung,  schätzt aber den Sanierungsbedarf mit rund 4,5 Millionen Euro deutlich höher ein. So sei die Sporthalle wegen einer unterdimensionierten Lüftungsanlage nicht mehr als Versammlungsstätte zugelassen. Um die Halle zu sanieren, wären 1 Million Euro fällig. Für das übrige Gebäude kalkuliert die Stadt mit Kosten von weiteren 3,5 Millionen Euro.

Für den Ortsbürgermeister ist erst einmal wichtig, dass das Bürgerhaus mit der neuen Heizung besser genutzt werden kann und der weitere Betrieb vorerst gesichert ist. „Wir müssen sehen, wie es weitergeht“, sagt Nickel. Die Bedeutung des Gebäudes für Lohnde ist groß: Das Bürgerhaus wird praktisch von allen Vereinen genutzt. Deshalb werde es am 29. Mai eine außerordentliche Ortsratssitzung geben, auf der mit den Vereinen gesprochen werden soll, sagte Nickel.

Auch in Sachen Schule sieht Lohndes Ortsbürgermeister die Vorlage der Verwaltung zunächst als „reine Information“. Der Ortsrat müsse sich nun mit den Zahlen auseinandersetzen. Die Verwaltung hatte sowohl auf den Sanierungsbedarf der Astrid-Lindgren-Schule aufmerksam gemacht als auch den sich abzeichnenden Raummangel bei der Einführung von Ganztagsangeboten. So fehlten für eine Mensa mit Ausgabeküche und Gruppenräume geeignete Flächen. Bereits 2014 hatte die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie präsentiert, nach der das Bürgerhaus abgerissen und die Schule am Standort des Bürgerhauses erweitert werden könnte. Dabei sollte auch eine Mehrzweckhalle entstehen, die auch von Vereinen und dem Ortsrat genutzt werden könnte. Die Idee wurde damals allerdings nicht weiter verfolgt. Mit den Zahlen müsse sich auseinandergesetzt und das weitere Vorgehen überlegt werden, sagt Nickel. Noch läge aber nicht alles auf dem Tisch. „Da muss noch Butter bei die Fische.“ In die Überlegung, wie mit der westlichen Schullandschaft umgegangen werden soll, müssen die Ortsräte mit einbezogen werden, fordert der Ortsbürgermeister. Beteiligt werden müssten außerdem die Schulleitungen und Eltervertretungen. „Wir müssen dran bleiben und mit offenen Karten spielen“, sagt Nickel.

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Von Thomas Tschörner

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