"Gruseliges" Essen zu Halloween

Horror am Herd

Foto: Wir wussten es schon immer: Blumenkohl ist eklig.

Wir wussten es schon immer: Blumenkohl ist eklig.

Hannover. Als Vorspeise gibt es Gehirn mit Kräuterdip, es folgen abgetrennte Finger mit Grünkohl als Hauptgang und anschließend als Dessert kalte Hand. Hinter dem schaurig klingenden Menü verbirgt sich tatsächlich Bodenständiges – Blumenkohl, Bratwürste und Traubensaft.

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Eigentlich kredenzen Koch Lutz Grimpe und Pâtissière Anastasia Füllberg beim Cateringservice „Der Party Löwe“ exklusive Fünf-Gänge-Menüs, rustikale Büfetts oder feine Leckereien für Stehtischempfänge. In diesen Tagen aber gilt die Devise: Je ekliger, desto besser. Es ist Halloween.

Fans des Spektakels wollen sich am Donnerstag kräftig gruseln und zwar auch beim Essen. Das weiß auch Grimpe. „Wir haben einmal den Auftrag bekommen, ein komplettes Gruselbüfett für Kinder aufzutischen“, sagt der Koch. „Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.“

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Grimpe funktioniert einen Blumenkohl zum Gehirn um und lässt Bratwürste und Mandeln wie abgetrennte Finger aussehen. Pâtissière Füllberg ist für die schaurigen Süßspeisen zuständig. Sie brät Marshmallows für eine knusprig braune Haut an und verziert die weiße Süßigkeit aus Eischnee anschließend mit Smarties und Vampirzähnen aus Fruchtgummi. Mit den essbaren Gespenstern können Kuchen oder die Ränder von Gläsern verziert werden. „Das gefällt gerade Kindern“, sagt die Spezialistin.

Inspirationen für ihre Kreationen haben sich Grimpe und Füllberg auch auf Kochportalen im Internet geholt, wo in diesen Tagen eifrig Rezepte ausgetauscht werden: Litschis und blaue Trauben werden da zu Augäpfeln, Eier mit etwas Rote-Bete-Saft zu Dracheneiern. Kleine Plastikinsekten sorgen für eiskalte Schauer, wenn sie in Eiswürfel eingefroren werden.

Während die einen sich kräftig gruseln, schlagen die anderen vor Entsetzen die Hände über dem Kopf zusammen: Schließlich bietet der Kalender morgen mit dem Reformationstag ein hohes Fest für die evangelischen Christen. Durch die Straßen aber ziehen vielerorts kleine Vampire, Monster, Geister und Gespenster. Statt sich an Luthers Zivilcourage zu erinnern, stehen die Kleinen an Wohnungstüren und fragen frech: „Süßes oder Saures?“ Und immer mehr Erwachsene haben etwas Süßes parat. Vielleicht auch aus Angst, mit rohen Eiern beworfen zu werden, wie es anderswo an Halloween üblich ist.

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