Abitur, Ausbildung, FSJ

IGS Isernhagen zeigt bei Perspektivmesse ihren Schülern Berufschancen auf

Hat die Messe organisiert: Wirtschaftslehrer und Beauftragter für Berufsorientierung Malte Sprengel.

Hat die Messe organisiert: Wirtschaftslehrer und Beauftragter für Berufsorientierung Malte Sprengel.

Isernhagen. „Die Messe soll Vorurteile abbauen und Karrierechancen im Handwerk und in der Industrie aufzeigen“, sagt Malte Sprengel, Beauftragter für Berufsorientierung an der IGS Isernhagen. Zum ersten Mal hat die IGS eine Perspektivmesse auf die Beine gestellt, bei der Unternehmen aus der Umgebung sich vorstellen und den Jugendlichen Einblicke in die unterschiedlichen Ausbildungsberufe geben konnten. Auch Arbeitgeber, die Praktika, ein duales Studium oder ein FSJ anbieten, waren dabei.

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„Jedes Unternehmen, das ich angesprochen habe, hat ja gesagt“, so Sprengel. „Sogar der Erlebniszoo, der sich sonst vor Bewerbungen nicht retten kann.“ Daran zeige sich eben auch der umfassende Fachkräftemangel. Für Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse an der IGS war der Besuch der Messe Pflicht, es zeigten sich aber auch viele freiwillige Besucher aus dem achten und neunten Jahrgang.

Messestände und Mitmachaktionen

Vorgestellt haben sich Unternehmen aus Isernhagen, aber auch aus der Landeshauptstadt und der ganzen Region. „Für Jugendliche, die mit 16, 17 Jahren die Schule beenden, spielen die Eltern noch eine wichtige Rolle“, begründete Sprengel die Auswahl – „und damit die Nähe des Arbeitsplatzes.“ Neben Ausbildungsplätzen war es ihm aber auch wichtig, alternative Möglichkeiten wie ein FSJ oder ein duales Studium abzubilden.

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Freuen sich über neue Azubis: Bastian Kleber, Dachdecker-Meister, Luca Herklotz, Auszubildender zum Zimmerer und Claudia Westmann, Marketingbeauftragte (von links nach rechts).

Freuen sich über neue Azubis: Bastian Kleber, Dachdecker-Meister, Luca Herklotz, Auszubildender zum Zimmerer und Claudia Westmann, Marketingbeauftragte (von links nach rechts).

Um praxisnahe Einblicke zu bieten, war jedes Unternehmen nicht nur mit einem Messestand, sondern auch mit einer Mitmachaktion vertreten. „Das ist die Philosophie unserer Gesamtschule“, so Sprengel – „Kopf, Hand und Herz“. Also nicht bloß zuhören, sondern direkt mit anpacken.

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Fachkräftemangel im Handwerk

Die HW Hannover Dachbau GmbH hatte dafür draußen sogar einen Kran aufgestellt, um den Schülern zu zeigen, dass im Dachdeckerberuf mitunter große Maschinen bedient werden müssten. Laut Dachdeckermeister Bastian Kleber freue sich das Unternehmen über Anfragen für Ausbildungsplätze – „von Mädchen wie Jungs“. Der Beruf des Dachdeckers oder auch des Zimmerers umfasse zwar viel körperliche Arbeit. Aber er biete auch Weiterentwicklungschancen, indem man sich zum Beispiel selbstständig mache.

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Will Vorurteile über Handwerksberufe abbauen: Leonie Wilkending, Ausbildungsberaterin bei der Handwerkskammer.

Will Vorurteile über Handwerksberufe abbauen: Leonie Wilkending, Ausbildungsberaterin bei der Handwerkskammer.

Auch Leonie Wilkending, Ausbildungsberaterin bei der Handwerkskammer, wollte Vorurteile für Handwerksberufe beiseite räumen: „Der Klassiker, dass man damit nichts verdient, stimmt einfach nicht – einfach, weil die Auftragslage sehr hoch ist.“

Jugendliche für einen Ausbildungsplatz gewinnen

Beim Stand der Bundespolizei wimmelte es hingegen nur so von interessierten Schülerinnen und Schülern. Doch auch hier betonte die Einstellungsberaterin Lisa Brillowski, dass sie als Arbeitgeber zwar viele Bewerbungen erhielten – doch nicht immer befinde sich darunter „genügend geeignetes Personal.“ Mit Nachwuchsproblemen haben also die meisten lokalen Unternehmen zu kämpfen, die bei der Messe vertreten waren.

Ordentlich was los: Interessierte Schülerinnen und Schüler beim Stand der Bundespolizei.

Ordentlich was los: Interessierte Schülerinnen und Schüler beim Stand der Bundespolizei.

Ein Grund: Viele Jugendliche machen lieber das Abitur und wollen anschließend studieren. So wie die 16-Jährige Simaf – sie fand die Messe aber trotzdem gut: „Weil wir so viele Informationen über die Unternehmen bekommen haben.“ Der 15-Jährige Emre hat durch die Messe tatsächlich eine Idee für seine spätere Ausbildung entwickelt: „Bei BMW als Automobilkaufmann – oder bei der Polizei.“

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Netzwerk zu lokalen Unternehmen

Sprengel will als Wirtschaftslehrer und Beauftragter für Berufsorientierung vor allem ein gutes Netzwerk aufbauen mit der lokalen Wirtschaft. Und den Schülerinnen und Schülern damit eben aufzeigen, dass eine Ausbildung im Handwerk genauso attraktiv sein kann wie ein Studium.

Von Elisa Buhrke

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