Neustadt

Junger Neustädter geht nach New Mexico

Julius Grüne (16) bekommt ein Stipendium des Bundestags für ein Auslandsjahr.

Julius Grüne (16) bekommt ein Stipendium des Bundestags für ein Auslandsjahr.

Neustadt. Ein- T-Shirt hat er schon, auch die Reiseunterlagen liegen bereit. Von Nervosität ist dem 16-jährigen Julius Grüne aber noch nichts anzumerken. Obwohl ihm die größte Reise seines bisherigen Lebens bevorsteht, bleibt der Gymnasiast ruhig und spricht druckreife Sätze.

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Nächste Woche reist er ab nach Rio Rancho, die drittgrößte Stadt des US-Bundesstaats New Mexico. Julius nimmt mit einem Stipendium des Bundestages am Parlamentarischen Patenschafts Programm (PPP) teil, das jedes Jahr Schüler und junge Berufstätige in die Welt hinaus schickt, praktisch als Botschafter Deutschlands unterwegs. Kein Problem für den selbstbewussten Julius: „Ich glaube, dass ich mit meinen vielfältigen Interessen dafür gut geeignet bin“, sagt er. Tennis, Leichtathletik und Karate gehören ebenso dazu wie Klavierspielen.

Auch politisch ist der junge Mann interessiert. Das kam ihm im Bewerbungsverfahren zugute. „Wir haben die Ausschreibung in einer Zeitungsanzeige entdeckt“, sagt Mutter Pia Grüne. Julius kam unter die 15 besten Bewerber, die zu Vorstellungsgesprächen in Hannover gebeten wurden. „Da gab es Fragen nach dem Mauerfallkanzler, oder ob Deutschland eine Grenze mit Frankreich hat – so schwer war das nicht“, meint Julius achselzuckend. Auch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt, der als eine Art Mentor fungiert, habe er sich gut verstanden – mit seinen 1,93 Metern kann Julius mit ihm auch auf Augenhöhe sprechen.

Er freue sich auf die neue große Stadt, eine nette Gastfamilie – und auf eine ebenso große Schule, eine High School mit gut 2500 Schülern mit entsprechend vielfältigem Angebot. „Die Stadt und die Umgebung sind wohl spanisch geprägt, das stelle ich mir ziemlich interessant vor“, sagt Julius. Wann er denn nun nervös werde? „Das kommt dann schon“, sagt er nur entspannt. Der Überseeflug und die Landung auf dem Flughafen Chicago jedenfalls jagen ihn nicht ins Bockshorn. „So etwas finde ich cool“, sagt er.

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Von Kathrin Götze

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