Isernhagen K.B.

K113/114: Ortsrat macht sich für Kreisel stark

Der Ortsrat Isernhagen K.B. möchte am Abzweig in Richtung Altwarmbüchen gern einen Kreisverkehr anlegen lassen.

Der Ortsrat Isernhagen K.B. möchte am Abzweig in Richtung Altwarmbüchen gern einen Kreisverkehr anlegen lassen.

Isernhagen K.B. Geht es nach dem Ortsrat, so soll in Isernhagen K.B. der erste Verkehrskreisel in den Bauerschaften entstehen – und zwar an der T-Kreuzung von Dorf- und Heinrich-Könecke-Straße, wo der Verkehr aus den Altdörfern in Richtung Altwarmbüchen abzweigt. Die Gemeindeverwaltung soll dazu mit der Region Hannover als Straßenbaulastträgerin Kontakt aufnehmen, so die Forderung in der Sitzung am Dienstagabend. Und die Region steht dem Kreiselbau durchaus aufgeschlossen gegenüber.

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Nach Beobachtungen des Ortsrats stauen sich die Autos zu den verkehrsreichen Zeiten am Morgen und Nachmittag zunehmend vor den Ampeln an der Ecke K113/K114. Zur „Rushhour“ sei das besonders für die Fahrzeuge zu beobachten, die aus Altwarmbüchen kommen, so Ortsbürgermeister Matthias Kenzler. Und wenn dann noch Verkehrsbehinderungen auf den Autobahn 2 oder 7 hinzu kämen, „dann merkt man das extrem“.

Zu verkehrsärmeren Zeiten hingegen beobachteten Anwohner oft Autofahrer, die deutlich zu schnell unterwegs seien, um die Grünphase noch zu erwischen – und mancher fahre sogar bei Rot. Auch da könne ein Kreisel für Abhilfe sorgen, der nicht nur für einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss sorge, sondern auch verkehrsberuhigend wirke, so der Ortsbürgermeister.

Das an anderen Stellen oft gehörte Argument, dass der Platz für einen Verkehrskreisel nicht ausreiche, ziehe in K.B. nicht. Durch die benachbarte Freifläche auf der Ostseite der Heinrich-Könecke-Straße sei genug Raum für den Umbau der Kreuzung zum Kreisel vorhanden – so müsse es nicht ein Mini-Kreisel wie am Blocksberg in Altwarmbüchen werden, so Kenzler.

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Kenzler sieht nun den richtigen Zeitpunkt für den Kreisel-Bau gekommen. Schließlich steht die Dorfstraße/K113 ohnehin zur Sanierung an. Die Region wartet nur noch ab, an welchen Stellen Enercity die Frischwasserleitungen vom Fuhrberger Feld in Richtung Hannover erneuert. Folgt die Region den Argumenten aus K.B., so könnte dieser Kreisel möglicherweise zeitlich noch vor dem Pendant entstehen, dass die Landesstraßenbaubehörde für den Abzweig nach Langenhagen in Isernhagen N.B. plant.

Die Signale aus Hannover können dabei durchaus optimistisch stimmen: „Wir prüfen das gern und befürworten auch die Idee eines Kreisels an der Einmündung der K114“, teilte Regionssprecher Klaus Abelmann auf Anfrage mit. Für die Realisierung sei es entscheidend, dass die Region den Grund erwerben könne, der für den Kreiselbau notwendig wäre. Dann müsse man mit dem Verkehrskreisels als Neuerung noch einmal ins Planfeststellungsverfahren zurückkehren, was etwa ein halbes Jahr beanspruche. „Eigentlich ein recht einfache Sache“, so Abelmann.

Netter Nebeneffekt aus Sicht des Ortsrates: Von einem Kreisel aus könnte auch eine künftige Bebauung auf der Ostseite der Heinrich-Könecke-Straße gut erschlossen werden. Diese Fläche wird nicht nur als ein potenzieller Standort für das neue Feuerwehrhaus für K.B. gehandelt, sondern auch als Ansiedlungsfläche für einen Supermarkt, den sich viele K.B.er seit Jahren wünschen.

Ob es damit allerdings etwas wird, bleibt abzuwarten. Ein potenzieller Investor für einen Markt ist mittlerweile abgesprungen. Bei der Edeka-Kette hatte Ortsbürgermeister Kenzler zwischenzeitlich vorgesprochen, aber nicht allzu viel Interesse verspürt – darf ein neuer Markt in K.B. sein Sortiment doch nur auf maximal 800 Quadratmetern Verkaufsfläche anbieten, um die Märkte in der Umgebung nicht in ihrem Bestand zu gefährden. Ein genossenschaftlicher Frischmarkt funktioniere zwar in Fuhrberg und Resse, dort sei aber auch die Konkurrenz fern, meint Kenzler. Er hofft, dass sich dennoch ein Betreiber für einen kleineren Dorfmarkt findet.

Ortsrat hat weitere Wünsche

Der Kreisel ist der teuerste Wunsch, der Ortsrat Isernhagen K.B. sieht aber auch noch an drei anderen Stellen Verbesserungsbedarf. So soll die Gemeinde mit der Region und Regiobus klären, ob sich an der Heinrich-Könecke-Straße in Höhe des Ortsausgangs in Richtung Altwarmbüchen nicht noch eine weitere Bushaltestelle einrichten lässt. Gerade für gehbehinderte Menschen aus diesem Bereich sei die bestehende Bushaltestelle nahe der Dorfstraße nur schwer zu erreichen, so die Begründung. Ebenfalls an der Heinrich-Könecke-Straße würde der Ortsrat gern den Gehweg auf der Westseite verlängern lassen – dieser endet weit vor dem Ortsausgang. Dafür müsste allerdings zunächst ein Graben verrohrt werden. Eine weniger aufwendige Verbesserung fordert der Ortsrat für den Bereich vor der Bäckerei an der Dorfstraße. Dort sollte zumindest an den Wochenenden, wenn besonders viele Kunden das Geschäft ansteuern, das Parken halbseitig auf dem Bürgersteig erlaubt werden – seit kurzem gilt dort ein absolutes Halteverbot. Dies würde nicht nur die örtliche Infrastruktur unterstützen, sondern auch den Verkehr im Kurvenbereich bremsen.

Von Frank Walter

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