Pattensen

K219: Wer zahlt das Gutachten?

Die Politik diskutiert über einen Anschluss der Jeinser Straße an die Ortsumgehung.

Die Politik diskutiert über einen Anschluss der Jeinser Straße an die Ortsumgehung.

Pattensen. Die Diskussion über eine Anbindung der K219 an die Ortsumgehung bleibt kontrovers. Auch in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend äußerten die Politiker wie zuvor schon in den Ortsratssitzungen unterschiedliche Meinungen. Auf Antrag von Simone Köpper (SPD) wurde das Thema schließlich einstimmig zur weiteren Beratung zurück in die Fraktionen verwiesen. Köpper hatte zuvor ausgeführt, dass ihre Fraktionen sich der Forderung der Ortsräte Jeinsen und Schulenburg nach einem Verkehrsgutachten anschließt. „Wir brauchen belastbare Zahlen bevor wir eine Entscheidung treffen können“, sagte sie.

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Köpper schlug vor, einen Vertreter des Landes als Straßenbaulastträger zu einem Gespräch einzuladen. „Dann können wir zunächst klären, wie überhaupt die Abläufe in so einem Verfahren sind“, sagte sie. So stelle sich unter anderem die Frage, wer die Kosten für das Gutachten übernimmt. „Wenn die Stadt Pattensen das veranlasst, muss sie es auch zahlen. Doch wenn wir als Stadt die Forderung des Baus der Anbindung an das Land geben, wird das Gutachten möglicherweise auch dort veranlasst und bezahlt“, sagte sie.

Die SPD-Fraktion in Pattensen-Mitte hatte den Anschluss der Jeinser Straße an die Bundesstraße angeregt. Jörg Walkowiak (SPD), Mitglied im Bauausschuss wie auch im Ortsrat Pattensen-Mitte, sagte, dass der Verkehr in der Kernstadt in den vergangenen Jahren ständig zugenommen habe. „Es geht uns nicht darum, dass Pattensen-Mitte vom Verkehr entlastet und dafür ein anderer Stadtteil stärker belastet wird. Doch wir brauchen eine Lösung, sonst erstickt Pattensen-Mitte in einigen Jahren am Straßenverkehr“, sagte Walkowiak. Deshalb habe seine Partei eine grundsätzliche Diskussion anstoßen wollen, in der möglicherweise auch noch andere Alternativen zur Verkehrsentlastung entwickelt werden können.

Als Reaktion auf diesen Vorschlag gab es von den Bürgern in Jeinsen sowohl Zustimmung wie auch Ablehnung. Einige befürworten die Idee, da es auch für Pendler in Jeinsen von Vorteil sei, wenn sie direkt auf die Bundesstraße fahren und nicht den Umweg über Pattensen-Mitte nehmen müssen. Andere befürchten einen zunehmenden Verkehr in dem Ort. Der Ausschussvorsitzende Heinrich Lindenberg (CDU) wies zudem auf einen Umweltaspekt hin. „Bei dem Bau müssten viele Hektar Land versiegelt werden“, sagte er.

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Von Tobias Lehmann

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