Gehrden

Keine Vorgaben für das Vorwerkgelände

Auf dem ehemaligen Vorwerk-Gelände in Gehrden soll es  keine Vorgaben für klimafreundliches Bauen geben.

Auf dem ehemaligen Vorwerk-Gelände in Gehrden soll es keine Vorgaben für klimafreundliches Bauen geben.

Gehrden. Die Hartnäckigkeit der Vertreter der Gruppe Grüne/Linke ist schon fast zu bewundern. Immer und immer wieder haben sie in der Vergangenheit versucht, dass die Stadt in Neubaugebieten den Bauwilligen die Auflage macht, besonders energieeffizient zu bauen. Dieses Mal hatte die Gruppe beantragt, auf dem Vorwerkgelände, auf dem mehr als 200 Häuser errichtet werden sollen, das Wohngebiet mit Blick auf den Klimawandel als Plus-Energie-Siedlung zu deklarieren und zu erstellen. Vorgeschaltet sollten Begleitung und Beratung der Bauwilligen als auch des Investors, der Verwaltung und der Politik sein. „Das ist fortschrittlich und modern“, sagte Eva Kiene-Stengel im Ausschuss für Umwelt und Energie. Ähnliche Vorstöße hatten die Grünen bereits bei den Baugebieten Am Thiemorgen, Großes Neddernholz oder Langes Feld versucht – ohne Erfolg. Das Gros der Politiker setzt auf Freiwilligkeit der künftigen Häuslebauer. So auch dieses Mal. Der Antrag der Gruppe wurde abgelehnt. Kommentarlos. Auf eine Debatte ließen sich die Vertreter von CDU, SPD und FDP nicht ein. Überraschend kommt das nicht. Bereits im Ausschuss für Bau- und Städteplanung vor zwei Monaten hatte es das gleiche Abstimmungsergebnis gegeben.

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Auch der Wunsch der Grünen, die geplanten neuen Grundschulen in energieeffizienter Bauweise als Plus-Energie-Schulen zu errichten, blieb wirkungslos. „Wenn wir heute in Gehrden neue Grundschulen benötigen, dann immer so, dass den nachfolgenden Generationen der größtmögliche ökologische Standard“, hatte Kiene-Stengel gefordert. Gehör fand sie damit nicht. Die Mehrheit im Ausschuss lehnte den Antrag ab. Ohne Diskussion.

Sehr zum Leidwesen von Kiene-Stengel. Durch das Verhalten ihrer politischen Mitstreiter würden Demokratie und Klimaschutz auf der Strecke bleiben, kritisierte sie im Nachgang. „Wenn zwei grüne Anträge ohne Kommentar und ohne Stellungnahme abgelehnt werden, dann habe ich Zweifel an der Demokratie vor Ort und der Glaubwürdigkeit der Fraktionen, die vor etwa zehn Jahren weiterführende Entscheidungen im Bezug auf den Klimaschutz mitgetragen haben“, sagte Kiene-Stengel. Unabhängig davon forderte sie mehr Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen. „Wir müssen Klimaschutz leben und praktizieren“, sagte sie.

Immerhin: Der Antrag der Gruppe Grüne/Linke, auf innerstädtischen Flächen Blühstreifen beziehungsweise -flächen anzulegen, um damit dem Inseketensterben zu begegnen, wurde einstimmig zugestimmt. Bürgermeister Cord Mittendorf wies daraufhin, dass die Stadt bereits tätig geworden sei und am Delfi-Bad einen Streifen angelegt habe. Kai Christian Schönwald (CDU) begrüßte den Antrag. „Das ist eine gute Sache“, sagte er.

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Von Dirk Wirausky

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