Wunstorf

Kirche wird als Erzählraum neu belebt

Künstlerin Annette Wendt (unter dem Zelt), Tänzerin Irit Nir-Wendt und Musiker Hans Wendt eröffnen die Ausstellung mit einer Performance.

Künstlerin Annette Wendt (unter dem Zelt), Tänzerin Irit Nir-Wendt und Musiker Hans Wendt eröffnen die Ausstellung mit einer Performance.

Wunstorf. “Ich bin nicht mit einem Projekt gekommen, sondern für ein Projekt“, hat die Künstlerin Annette Wendt am Sonntag bei der Eröffnung ihrer Ausstellung „Ihre Stimme zählt“ in der Stadtkirche gesagt. Der Weg war dabei also wie so oft das Ziel, vor allem die Beteiligung möglichst vieler Menschen in der Stadt.

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„Annette Wendt konnte uns von diesem Projekt begeistern“, berichtete Hans-Heinrich Hanebuth vom Forum Stadtkirche als Gastgeber. Das betrifft nicht nur den Kreis der Mitwirkenden. „Um gehört zu werden, braucht man ja jemanden, der auch erzählen will“ – doch es sei ihr gelungen, die Menschen dazu zu motivieren. Und die Kirche sieht er als richtigen Ort für dieses Projekt: „Wenn man in der Bibel liest, werden dort auch sehr viele Geschichten über Menschen erzählt.“ Wendt belebe die Tradition von der Kirche als Raum des Erzählens somit neu.

Nachdem die gebürtige Wunstorferin mit ihrem Bruder Hans und dessen Frau Irit Nir-Wendt den gut 20 Gästen eine Performance vorgeführt hatte, lenkte sie die Aufmerksamkeit auf ihre Arbeitsergebnisse. Im Altarraum werden Videosequenzen mit kurzen Statements gezeigt, daneben Fotografien, die bei dem Projekt entstanden sind. An mehreren Stellen in der Kirche können die Besucher hören, was Menschen Wendt aus ihrem Leben berichtet haben.

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Das rote Zelt, unter dem Wendt an unterschiedlichen Stellen Gespräche geführt hatte, steht in der Mitte der Kirche. Und auch im verdunkelten Eingangsraum spielt sie Videosequenzen vor. Raum zur Begegnung soll die Stadtkirche vor allem am Sonnabend, 22. September, ab 15 Uhr noch einmal sein. Dafür will sie einige Gruppen einladen. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Essen am Sonnabend, 29. September zur gleichen Zeit.

Die Ausstellung in der Stadtkirche ist bis zum 29. September täglich außer montags und freitags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber willkommen.

Von Sven Sokoll

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