Kunstmarkt

Künstler zeigen ihre Werke in Skatehalle

Auf dem Kunstmarkt in der Nordstädter Skatehalle gibt es viel zu entdecken.

Auf dem Kunstmarkt in der Nordstädter Skatehalle gibt es viel zu entdecken.

Hannover. Bunt bemalte Plastikbahnen hängen vor der haushohen Decke, an einer Holzrampe lehnen großformatige Gemälde – die Skatehalle im Gewerbegebiet hinter dem Nordstadt Bahnhof wird am Sonntag zur Kunsthalle. 35 Künstler und Kunsthandwerker präsentieren und verkaufen ihre Werke, von Puppenstuben im Miniaturformat bis zur Fotokunst. Manche Aussteller sind aus Köln und Berlin angereist.

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Der Kunstmarkt findet zum ersten Mal in der Skatehalle an der Hüttenstraße statt. „Wir schauen, wie das Format ankommt“, sagt Sandra Strüber, die den Markt mitorganisiert. Die Ausstellung ist Teil einer Veranstaltungsreihe unter dem Namen Muse, die Kunst und Musik an ungewöhnlichen Orten in der Nordstadt präsentiert.

Zu sehen gibt es in der Skatehalle genug, auch wenn man bisweilen genau hinschauen muss, um alle Details zu erfassen. Dieter Sydow baut Puppenstuben, die in eine Zigarrenkiste passen. Stolz ist er auf eine Mini-Wohnung im Maßstab 1 zu 144. „Dafür musste ich sehr sorgfältig mit Pinzetten und sechs verschiedenen Klebern arbeiten“, sagt Sydow. Der gelernte Drucker baut auch Eisenbahnen in Nussschalen. Begonnen hat die Bastelleidenschaft mit dem lang gehegten Wunsch seiner Frau Linda nach einer Puppenstube. Vor 10 Jahren zum Weihnachtsfest ging ihr Wunsch in Erfüllung, und Dieter Sydow stellte ihr eine handgefertigte Miniaturwohnung unter den Tannenbaum.

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Auf den ersten Blick sind die Foto-Postkarten von Holger Paulsen ein bisschen kitschig. Ein Plüschdackel mit roter Schleife um den Bauch linst treuherzeig in die Kamera, ein paar Zentimeter entfernt liegt eine braune Hinterlassenschaft. „Absurde Fotografie“, nennt Paulsen seine Kunst. Dazu gehört auch ein zuckersüßes Lebkuchenmännchen, dass die Mundwinkel tief nach unten zieht.

Mia Cartoleria macht Mode für Fahrrdfans. Die Aufdrucke auf den T-Shirts zeigen Rennräder, die in ihre Bestandteile zerlegt sind, Werkzeuge für die Zweiradreparatur und Bremsscheiben eines Mountainbikes. Manche Aufdrucke reflektieren im Dunkeln. „Ich achte auf Funktionalität“, sagt sie. Viele ihrer Freunde seien Radsportler und hätten sie zu der Kollektion ermuntert.

Der Kunstmarkt in der Hüttenstraße 22 B ist am Sonntag noch bis 18 Uhr geöffnet.

Von Andreas Schinkel

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