Barsinghausen

LTS-Oberschule fürchtet um ihre Existenz

Sie ringen um die künftige Gestaltung der Schullandschaft in Barsinghausen und um den Fortbestand der Lisa-Tetzner-Oberschule: Markus Vehrenkamp (links) und Thomas Wolf.

Sie ringen um die künftige Gestaltung der Schullandschaft in Barsinghausen und um den Fortbestand der Lisa-Tetzner-Oberschule: Markus Vehrenkamp (links) und Thomas Wolf.

Barsinghausen. Welche Zukunft hat die Lisa-Tetzner-Oberschule (LTS) in Barsinghausen? Ein Gutachten empfiehlt nach der Abwägung mehrerer Alternativen, aus rein wirtschaftlichen Gründen auf den Standort Am Spalterhals zu verzichten und stattdessen einen Erweiterungsbau an der Goetheschule-KGS zu errichten. Damit wäre jedoch eine Auflösung der LTS verbunden. Für eine Entscheidung bis zum Jahresende fehlen noch weitere Berechnungen sowie insbesondere auch die schulfachlich-pädagogischen Beurteilungen.

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Erhebliche bauliche Mängel am jetzigen Standort der Lisa-Tetzner-Oberschule im D-Trakt Am Spalterhals haben vor drei Jahren eine Debatte über die künftige Schullandschaft in Barsinghausen angestoßen. Zur Diskussion stehen sowohl ein Weiterbetrieb der LTS am jetzigen Standort nach Sanierung oder Neubau sowie zwei Neubauvarianten an der Goetheschule-KGS – verbunden mit dem Verzicht auf die Oberschule als eigenständiger Schulform in Barsinghausen.

Ein Gutachten des öffentlichen Beratungsunternehmens Partnerschaft Deutschland kommt nach der Auswertung von fünf verschiedenen Modellrechnungen zum Ergebnis, dass ein Erweiterungsbau an die Goethschule die wirtschaftlichste Lösung böte. Andere Alternativen, wie etwa die Sanierung des D-Traktes oder ein Neubau für die Oberschule am jetzigen Spalterhals-Standort, hätten sich in der Vergleichsprüfung als teurere Varianten herausgestellt.

„Die Zahlen aus dem Gutachten geben uns eine Orientierung und Anhaltspunkte zur wirtschaftlichen Beurteilung der Varianten, aber sie zeigen nicht die tatsächlichen Kosten auf. Für eine Entscheidung spielen wirtschaftliche Gesichtspunkte zwar eine wichtige Rolle, aber eine schulfachliche Beurteilung und pädagogische Argumente werden wir in die Diskussion noch einführen“, erklärte der Erste Stadtrat Thomas Wolf am Dienstagabend im Schulausschuss.

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Fest steht laut Wolf: „Wenn wir uns für eine künftige Beschulung der jetzigen Oberschüler an der Goethestraße aussprechen, dann wäre damit eine Auflösung der LTS verbunden.“ Eine Fusion der beiden Schulformen sei im schulrechtlichen Sinne nicht möglich.

Kritik am Gutachten gab es im Ausschuss insbesondere von Vertretern der LTS, die um den Fortbestand ihrer Schule mit derzeit rund 370 Schülern fürchten. LTS-Leiter Markus Vehrenkamp sprach von einer Diskrepanz zwischen der Sachdarstellungen und den Schlussfolgerungen in der Wirtschaftlichkeitsprüfung, die schließlich zur Empfehlung für einen Neubau an der KGS führten.

Unberücksichtigt blieben auch die Auswirkungen solch eines Neubaus auf die künftigen Raumsituationen für die KGS an der Goethestraße und für das Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG) Am Spalterhals. Zu diesen Aspekten seien ergänzende Gutachten nötig.

Vehrenkamp sprach zudem von einer Schullandschaft mit drei sehr gut funktionierenden Systemen (Gymnasium, Gesamt- und Oberschule) in Barsinghausen, deren Fortbestand zur Disposition gestellt werde. „Bei einem Umzug an die KGS geht es darum, unsere Schule abzuschaffen“, sagte der LTS-Leiter und sprach von einer „perfiden Diskussion“, die sich negativ auf die Anmeldezahlen für die Oberschule auswirke.

Sowohl Vehrenkamp als auch dessen Leitungskollegen Silvia Bethe (HAG) und René Ehrhardt (KGS) sprachen sich für eine schnelle Entscheidungsfindung aus, um Planungssicherheit für die drei Schulen zu schaffen. Möglichst bis Ende des Jahres 2018 will sich die Politik festlegen – darauf haben Maximilian Schneider (SPD) und Gerald Schroth (CDU) im Ausschuss hingewiesen.

Zuvor gehe es darum, neben den wirtschaftlichen auch die pädagogischen und schulfachlichen Argumente angemessen zu berücksichtigen.

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Von Frank Hermann

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