Gehrden

Malen hilft Langsdorf gegen die Depression

Meike Langsdorf kehrt mit ihrer ersten Ausstellung in die alte berufliche Heimat zurück.

Meike Langsdorf kehrt mit ihrer ersten Ausstellung in die alte berufliche Heimat zurück.

Gehrden. Es ist für sie eine echte Premiere. Und zugleich die Rückkehr in ihre alte berufliche Heimat. Von 1998 bis 2001 absolvierte Meike Langsdorf ihre Ausbildung als Krankenschwester im Gehrdener Klinikum Robert Koch und arbeitete dort danach bis zu ihrem Wechsel ins Vinzenzkrankenhaus nach Hannover 2006. Da passt es perfekt, dass die 54-Jährige nun an gleicher Stelle erneut einen Anfang wagt: ihre erste Kunstausstellung.

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Noch bis Ende April werden im Eingangsbereich des Klinikums zwölf Bilder der Gehrdenerin zu sehen sein, für die ihre Werke weit mehr sind als ein Hobby. Für Langsdorf sind die Bilder eine Möglichkeit, mit ihrer Krankheit Depression umzugehen. „Ich habe 2011 während einer Reha in Bayern mit dem Malen angefangen“, erklärt sie. „Die Malerei ist eine Stütze für mich und gibt mir Selbstvertrauen.“

Meike Langsdorf kehrt mit ihrer ersten Ausstellung in die alte berufliche Heimat zurück

Meike Langsdorf kehrt mit ihrer ersten Ausstellung in die alte berufliche Heimat zurück.

Lange Zeit hatte sich Langsdorf dagegen gesträubt, ihre Bilder in der Öffentlichkeit auszustellen. „Ich hatte nie Ambitionen, weil ich dachte, dass sie nicht dafür taugen“, verrät sie. Daher waren die Acrylbilder, in die die Künstlerin oft auch Fundstücke aus der Natur wie Moos oder Holzstücke einarbeitet, bislang lediglich für Freunde und Familienmitglieder zu bewundern. Doch nun sind sie auch erstmals öffentlich zu sehen. „Inzwischen habe ich den nötigen Mut dazu – und ich entwickle langsam auch so etwas wie Stolz“, sagt die Ehefrau von Pflegedirektor Martin Langsdorf.

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Titel haben die Bilder der Gehrdenerin allerdings nicht – und das auch ganz bewusst. „Es macht mir selber Spaß, mir eigene Gedanken zu machen, wenn ich Bilder ansehe“, sagt sie. Durch einen Namen werde der Betrachter automatisch in eine bestimmte Richtung gedrängt. Und das soll bei ihren Bildern nicht passieren. Wem eines der Werke so gut gefällt, dass er es erwerben möchte, der findet neben der Ausstellung eine kleine Informationskarte mit den Kontaktdaten der Malerin. Über den Preis hat sie sich allerdings noch keine Gedanken gemacht. So weit ist Langsdorf bei ihrer Premiere an alter Wirkungsstätte noch nicht.

Von Björn Franz

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