Maschsee-Piraten

Maschsee-Piraten stechen das letzte Mal mit der Üstralala in See

Maschsee: Eine Fahrt mit den Maschseepiraten.

Maschsee: Eine Fahrt mit den Maschseepiraten.

Hannover. Die Welt mit Kinderaugen zu sehen, tut auch Erwachsenen ab und zu gut. Und so kann man beim Ausflug mit den Maschsee-Piraten auf dem Dampfer, der beim Maschseefest zum Piratenschiff Üstralala wird, viele glückliche Gesichter sehen – junge und ältere. Das interaktive Theaterspiel auf dem Wasser ist jedes Jahr wieder eine Attraktion für Kinder zwischen vier und zehn Jahren, ihre Eltern und Großeltern.

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Clown Fidolo (Horst Schneider) als blinder Passagier und Pirat Mathjes (Mathias Lück) erleben auf der Abenteuerfahrt mit Käptin Zopf (Elisa Salamanca) jede Menge lustige und spannende Momente. Während der 50 Minuten Rundfahrt auf dem Maschsee, der das Weltmeer darstellen soll, gibt es immer wieder Seemannssongs des Burgdorfer Kinderliedermachers Lück zu hören, die leicht mitzusingen sind, Fernweh erzeugen und mit ihren Mollakkorden einen Hauch Wehmut hinterlassen. „Willkommen auf See – oh je, oh je, oh je“ oder „Am Ende wird alles gut“, singen die Kinder mit.

Singend und gut gelaunt fahren die Maschseepiraten übers Wasser

Singend und gut gelaunt fahren die Maschseepiraten übers Wasser.

50 Minuten Theater

In der knappen Stunde Musiktheater lernen die Kinder, dass Frauen Chefs sein können, die die Männer das Deck schrubben lassen, wie Käptin Zopf beweist, und dass jeder Sturm vorüberzieht. Alle Gäste an Bord bekommen eine rote Piratenmütze, auch die Erwachsenen. Überraschungen gibt es viele: Papagei Bounty, zum Leben erweckt von Schneider, ist mit von der Partie und stiehlt heimlich den Proviant. Und die moosgrünen Füße von Pirat Mathis weisen auf mangelnde Hygiene hin, worauf Käptin Zopf erbost ruft: „Du stinkst, Mathis.“ Der Pirat bekommt daraufhin gleich viel Gelächter von den Kleinen. Alle Protagonisten sind künstlerisch breit aufgestellt: Salamanca steppt übers Boot, Schneider spielt Saxofon, singt und kümmert sich um den Rhythmus,und Mathjes schlägt die Gitarrensaiten an.

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Zum Schluss wird noch ein Schatz aus schillernden Glassteinen gehoben, der mit allen Kindern geteilt wird. Und als die Üstralala am Ende wieder am Nordufer anlegt, summt nicht nur Steuermann Achim von der Üstra die Melodie beim Aussteigen noch leise mit – auch die Familien verlassen selig lächelnd das Schiff.

Am Donnerstag legen die Maschseepiraten zum letzten Mal in diesem Jahr ab, dann müssen sich Eltern und Kinder bis zum nächsten Maschseefest gedulden. Wer das Theaterstück nicht verpassen will, sollte sich den Vorverkauf ab Juli 2019 rechtzeitig vormerken.

Von Marleen Gaida

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