Cochlea-Implantat

MHH entwickelt neue Methode für Hörhilfen

MHH-Patientin mit Cochlea-Implantat.

MHH-Patientin mit Cochlea-Implantat.

Hannover. Die einzelnen Cochlea-Implantate unterscheiden sich in der Länge und in der Form und damit auch in der Wirkung.

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Für die neue Methode sind nur vier Maße des Patienten-Innenohres notwendig, die per Computertomografie ermittelt werden können. Das Team von Prof. Andrej Kral von der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde hat das Computermodell gemeinsam mit Lukas Aguirre Dávila aus dem MHH-Institut für Biometrie erarbeitet. Die beiden Wissenschaftler haben ihre Forschungsergebnisse vor Kurzem in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Nature Scientific Reports“ veröffentlicht.

Für ihre Entwicklung haben die Forscher die dreidimensionale Form von rund 140 menschlichen Innenohren analysiert, vor allem die der Hörschnecke - unter anderem mit Hilfe der Mikro-Computertomografie. Die Forscher förderten dabei bisher unbekannte Erkenntnisse zur Anatomie des Innenohrs zutage. Sie stellten fest, dass jahrzehntelange Annahmen über das Innenohr falsch waren: Nach den jüngsten Ergebnissen der beiden MHH-Forscher unterscheiden sich die Formen der Innenohre viel stärker voneinander, als bisher angenommen. Sie seien weder wie eine logarithmische Spirale, noch wie eine Flüstergalerie geformt, stellte Kral fest Kral. „Die genaue Form des Innenohrs hängt von dem Platz ab, den das Innenohr bei seiner Entstehung während Embryonalentwicklung hat“, erläuterte der Mediziner. Vor allem Nerven, die vorher entstehen, bestimmten, wie eng sich die Ohrschnecke aufrolle.

Die MHH hat sich in den vergangenen Jahren zum international wichtigsten Cochlea-Implantat-Zentrum entwickelt. Dort erhalten jährlich etwa 500 Patientinnen und Patienten eine solche elektronische Hörprothese.

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Cochlea-Implante können unter anderem Menschen helfen, die unter einem mittelgradigen Hörverlust bis zur völligen Taubheit auf beiden Ohren leiden, oder denen konventionelle Hörgeräte nur eine geringe oder überhaupt keine Verbesserung bringen. Die Implantate werden oft in beide Ohren eingesetzt.

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