Hemmingen

Michael Becker – Der singende Referendar

Mit Leidenschaft: Michael Becker lebt seine Musik.

Mit Leidenschaft: Michael Becker lebt seine Musik.

Hemmingen. Michael Becker lebt und fühlt Musik. Das wird im Gespräch mit dem 28-jährigen Referendar der KGS Hemmingen schnell klar. „Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der keine Musik mag. Davon bin ich überzeugt“, sagt Becker, der bereits zwei Alben veröffentlicht hat.

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Begonnen hat alles in der Jugendkantorei in seiner Heimatstadt Hermannsburg. Dort hat Becker im Alter von sieben Jahren „das Gefühl für die Melodie und die Freude am musikalischen Ausdruck“ entdeckt. Mit 14 hat er begonnen, klassisches Klavier zu spielen, später studierte Becker Jazz und Pop. „Der Pop ist mein eigentliches Zuhause“, sagt Becker. Allerdings ist er auch offen für andere Musikstile. So hat er zum Beispiel auch schon mehrfach das Metal-Festival Wacken besucht. „Am liebsten mag ich in dem Genre die Melodic-Metal-Bands. Melodien sind mir schon wichtig“, sagt der singende Referendar.

Der 28-Jährige brachte sich später auch noch das Spiel auf der Gitarre, dem Schlagzeug und der Ukulele bei. „Seit den Raabigrammen von Stefan Raab hat die Ukulele einen gewissen Wow-Faktor“, sagt Becker augenzwinkernd. Selbst bezeichnet er sich allerdings als Pianist. „Ich denke musikalisch in Tasten. Wenn ich ein Lied auf der Gitarre schreibe, leite ich mir die Melodie über Klaviertasten her“, sagt Becker.

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Der Musiker hat 2011 sein erstes Album „Nur nicht allein“ und 2016 sein zweites Album „gesichtet“ aufgenommen. In die Lieder seines zweiten Albums können Interessierte auf der Internetseite michi-becker.de hineinhören. Er hat alle Lieder selbst geschrieben und die Instrumente auch selbst gespielt. Das zweite Album entstand von September bis November 2016, während der kurzen Pause zwischen dem Abschluss des Studiums und dem Referendariat. Seine ersten Lieder schrieb Becker in der Pubertät. „Da sich in der Phase viel um Liebe und Gefühl dreht, handeln 95 Prozent meiner Lieder bis heute noch davon“, sagt er.

In der Kantorei in seiner Kindheit wurden bei Becker nicht nur die musikalischen Wurzeln gelegt, sondern auch die spirituellen. Er unterrichtet Musik und evangelische Religion. „Das ist sehr abwechslungsreich. Da singe ich gerade noch mit Schülern der sechsten Klasse Makarena und spreche in der nächsten Stunde in der Oberstufe über den Gottesbegriff“, sagt Becker.

Wo es für den 28-Jährigen nach seinem Staatsexamen in zwei Wochen voraussichtlich weiter geht, steht auch schon fest. „Ich strebe eine Stelle am Erich-Kästner-Gymnasium in Laatzen an und es sieht gut aus“, teilt Becker mit. Er habe sich in Hemmingen immer wohl gefühlt und wäre auch gerne dort geblieben, doch an der KGS war keine Stelle frei.  Die Musik soll weiterhin ein Ausgleich bleiben, aber nicht zum Hauptberuf werden. „Ich spiele noch in einer Band, in der wir deutsche Schlager von Wolfgang Petry oder Helene Fischer präsentieren. Die Atmosphäre in der Band ist auch deshalb so toll, weil wir alle aus Spaß dabei sind und keiner davon leben muss“, sagt Becker.

Der künftige Lehrer zieht schließlich auch für seinen Unterricht einen musikalischen Vergleich heran. „Auf der Bühne bin ich ein Entertainer. In der Schule versuche ich immer, eine gemeinsame Bühne für uns alle zu schaffen“, sagt er.

Von Tobias Lehmann

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