Benthe

Mit Asbest verseuchte Baustelle gesperrt

 Einige Lastwagen mit asbestverseuchtem Schutt haben das Gelände vor der Sperrung bereits verlassen.

Einige Lastwagen mit asbestverseuchtem Schutt haben das Gelände vor der Sperrung bereits verlassen.

Ronnenberg. Asbesthaltige Rohre und Platten hat ein Arbeiter am Dienstag in dem Bauschuttberg entdeckt, der von dem früheren Gasthaus am Steinweg übrig geblieben ist. Mitte März begann der Abriss des 1830 errichteten Gebäudes. Auf dem Grundstück sollen Wohnhäuser entstehen.

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Der Baggerfahrer alarmierte das Gewerbeaufsichtsamt, dessen Mitarbeiter rief wiederum die Polizei in Ronnenberg. Wegen der Gefahr, die von dem asbesthaltigen Material ausgehen kann, sei die Baustelle stillgelegt und ein Betretungsverbot angeordnet worden, sagt Kriminalhauptkommissar Bernd Kmiec-Schulz. Die Polizei bat die Feuerwehr Benthe um Unterstützung, die einen Wasserschleier über den Schuttberg legte, um das Material feucht zu halten.

Laut Kmiec-Schulz ist Eile geboten bei der Entscheidung, was mit dem Schutt geschehen soll. Bei wärmeren Temperaturen und Wind bestehe die Gefahr, dass sich asbesthaltiger Feinstaub in der engen Ortslage verteile. Heute Vormittag treffen sich Mitarbeiter der zuständigen Behörden vor Ort, darunter auch die Region als untere Abfallbehörde. Sie wollen festlegen, ob der Schuttberg sofort abgedeckt oder das Material in Containern abtransportiert wird. Regionssprecher Klaus Abelmann verweist auf die Vorschriften für die Entsorgung von Sonderabfällen, festgelegt von der Niedersächsischen Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall. „Die Region überwacht das.“

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Die Polizei hat die Abbruchfirma wegen des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen angezeigt. Diese Firma ist von dem Käufer des Grundstücks, einem Bauträger, beauftragt worden, das Gasthaus und den Saal abzureißen und das Material zu entsorgen.

Da der Abriss bereits Mitte März begann und etliche Tonnen Bauschutt schon vor Ostern auf Lastwagen abtransportiert wurden, muss Kmiec-Schulz nun herausfinden, wo der Schutt jetzt lagert. „Jeweils zwölf Tonnen sind auf Deponien in Empelde und in Sehnde gelandet“, sagt der Beamte. Sollte wegen der asbesthaltigen Bestandteile eine Gefahr von dem Benther Schutt ausgehen, müsse dieser auf eine Sondermülldeponie gebracht werden, sagt der Beamte.

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