Uetze

Mühlenstraße: Politik lehnt stabile Fahrbahn ab

Auf dem Platz vor der Mühle Amme soll das Kopfsteinpflaster erhalten bleiben. Dort wird nur ein neuer Gehweg mit anthrazitfarbenen Verbundsteinen angelegt.

Auf dem Platz vor der Mühle Amme soll das Kopfsteinpflaster erhalten bleiben. Dort wird nur ein neuer Gehweg mit anthrazitfarbenen Verbundsteinen angelegt.

Uetze. Nach jahrelanger Diskussion über die Sanierung der Mühlenstraße hat der Rat am Donnerstagabend endlich die  Ausbaupläne beschlossen. Die Fahrbahn soll in einer Breite von sechs Metern asphaltiert werden, und zwar in der Stabilität der Belastungsklasse 1,0. Außerdem sollen ein zwei Meter breiter Gehweg mit roten Verbundsteinen auf der Nordseite und ein Meter breiter Parkstreifen mit natursteinfarbenen Betonsteinen auf der Südseite gepflastert werden. Das derzeitige Kopfsteinpflaster bleibt nur auf dem Platz vor der Mühle Amme erhalten. Dort wird lediglich ein neuer Gehweg mit anthrazitfarbenen Verbundsteinen angelegt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ob mit dem Ratsbeschluss die Diskussion endlich beendet ist, ist jedoch fraglich. Denn Anlieger der Mühlenstraße hatten eine Asphaltfahrbahn der Belastungsklasse 3,2 gefordert. Der Rat ist jedoch der Argumentation des Planungsbüros gefolgt. Diese hält die zwei Stufen niedrige Klasse 1,0 für ausreichend. Denn: Der Schwerlastverkehr auf der Mühlenstraße resultiere aus der wöchentlichen Müllabfuhr, den Fahrten des dort ansässigen Transportunternehmens, sporadischem landwirtschaftlichen Verkehr und einigen Wendefahrten der Linienbusse. „Maximal dürfte sich das Schwerverkehrsaufkommen auf täglich 20 Fahrten belaufen“, hatte das Planungsbüro der Gemeindeverwaltung geschrieben.

Über diese Argumentation kann Anwohner Henning Schumacher nur den Kopf schütteln. Er habe in der Fachliteratur gefunden, dass ab täglich 15 Busfahrten die Fahrbahn die Belastungsklasse 1,8 oder 3,2 zu wählen sei. „Da fahren deutlich mehr Busse lang“, sagt der Landwirt. Auch von sporadischem landwirtschaftlichen Verkehr könne keine Rede sein. Er müsse täglich vom Hof. Zwei Berufskollegen haben Grundstücke an der Mühlenstraße, auf denen sie ihre Maschinen abstellten. Schumacher befürchtet, dass in wenigen Jahren Spurrillen entstehen und dann die Fahrbahn repariert werden muss.

Er erinnert daran, dass die Anlieger vorgeschlagen hatten, den Parkstreifen mit Verbund- statt mit Natursteinen zu befestigen, wie es jetzt vorgesehen ist. Die so erzielte Ersparnis sei viel höher als die Mehrkosten für eine stabilere Fahrbahn.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Mehr aus Hannover

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen