Langenhagen

Musikalisch geht die Reise um die ganze Welt

Im Konzert begibt sich das Orchester auf eine musikalische Reise über alle Kontinente.

Im Konzert begibt sich das Orchester auf eine musikalische Reise über alle Kontinente.

Langenhagen. „60 Jahre Blasorchester der Stadt Langenhagen – und immer noch jung geblieben“ lautet das Motto des Jubiläumskonzerts am Sonntag, 22. April, im Theatersaal Langenhagen. Das Orchester will das Publikum mitnehmen auf eine musikalische Reise „Von Kontinent zu Kontinent“. Damit am großen Tag auch jeder Ton sitzt, proben die 60 Musiker seit Beginn des Jahres.

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„Wir kommen in die heiße Phase“ sagte Dirigent Harald Sandmann bei der jüngsten Probe. Doch nun geht es richtig ab: Jeden Dienstag proben die Musiker, dazu kommen Probewochenenden wie kürzlich eines in Wernigerode. Das Konzert rückt immer näher, am 20. April ist die Generalprobe. Bei der letzten sind zusätzlich Sänger aus Hamburg und von der Musikhochschule Hannover dabei, die auch im Konzert das Orchester unterstützen werden.

Ensemble ist weit gereist

„In den 60  Jahren sind wir unglaublich viel gereist“, sagt Janina Klose, Sprecherin des Orchesters. Mehr als 90 Konzerte hat es in allen Teilen der Welt gegeben, darunter Israel, Lesotho, Sydney oder Brasilien.

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Aus diesem Grund nähert sich das Orchester im ersten Teil des Konzerts im wörtlichen Sinne stückweise den Kontinenten und lässt dabei seine eigene Geschichte Revue passieren. „Das ist schon schwierig, denn wir kennen hier vor allem europäische Musik“, sagt Sandmann. Den Charakter der Länder widerzuspiegeln, zum Beispiels in den afrikanischen Rhythmen, sei die wirkliche Herausforderung.

Das Blasorchester hat sich auf die sinfonische Blasmusik fokussiert, die klassische Marschmusik spielen sie dagegen nicht. Im Reperoire hat es Musik verschiedener Richtungen, darunter auch Swing, Jazz, Rock oder Pop – Vielseitigkeit ist dem Orchester wichtig. Im rund dreistündigen Konzert lernt das Publikum so Klänge aus dem „Mary Poppins“-Musical kennen oder erinnert sich mit „Olympic Spirit“ an den Geist der kürzlich stattgefundenen Olympischen Winterspiele in Südkorea.

Ernst Müller gründet Orchester mit gerade einmal 19 Jahren

In der zweiten Hälfte des Konzerts wartet auf die Zuhörer eine große Überraschung, kündigt Orchester-Geschäftsführer Gero Kretschmer an. Nur so viel verrät er schon einmal: „Wir widmen und darin komplett dem afrikanischen Kontinent.“ Dabei werden auch die sechs Sänger auf der Bühne stehen.

Das Blasorchester wurde am 19. August 1958 gegründet. Aus dem Blasorchester Harmonie wurde zunächst das VHS-Blasorchester und schließlich das Blasorchester der Stadt Langenhagen. Von Anfang an dabei ist der heutige Langenhagener Musikdirektor Ernst Müller, bei der Gründung war er gerade einmal 19. In seiner Hand lagen 40 Jahre lang die musikalische und geschäftliche Leitung.

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Musikalisches Aushängeschild der Stadt

Im Laufe der Jahre wurde das Orchester zum musikalischen Aushängeschild Langenhagens. Erst ab 1965 nannte es sich allerdings Blasorchester der Stadt Langenhagen. Viele große Konzerte und natürlich Reisen prägen die Geschichte des Orchesters. Beispielsweise spielte es als erstes ausländisches Orchester auf dem Roten Platz in Moskau.

Im Orchester finden sich Musiker im Alter zwischen 17 und 80 Jahren. Bereits seit 50 Jahren dabei ist Friedel Kuhfuss. Er spielt das Waldhorn und ist mit dem Orchester um die halbe Welt gereist. Am interessantesten fand er die Konzertreise nach Vietnam im Jahr 1998. „In Hanoi haben wir das Opernhaus eröffnet“, erzählt der 79-Jährige. Saxophonist Michael Möller ist die Reise nach China im Jahr 1986 in positiver Erinnerung geblieben. In Shanghai, Peking und die Provinz Anhui machten die Musiker damals Zwischenstopps. „Ein Konzert von uns wurde live aus Shanghai als NDR-Hafenkonzert übertragen“, sagt Möller, der seit 35 Jahren beim Orchester ist.

Das Jubiläumskonzert findet am Sonntag, 22. April, um 17 Uhr im Theatersaal Langenhagen, Rathenaustraße 14, statt. Karten kosten 13 Euro, ermäßigt 8 Euro. Es gibt sie in den HAZ/ NP-Geschäftstellen oder unter haz.de/tickets und neuepresse.de/tickets im Internet.

Von Elena Everding

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