Barsinghausen

Nach dem Brand: Hoffen auf ein neues Zuhause

Die Brandruine: Noch steht nicht fest, ob das schwer beschädigte Gebäude neu aufgebaut oder abgerissen wird.

Die Brandruine: Noch steht nicht fest, ob das schwer beschädigte Gebäude neu aufgebaut oder abgerissen wird.

Barsinghausen. Der größte Wunsch für 2019? Gundula Brandes und ihre Tochter Uta müssen nicht lange überlegen: „Im neuen Jahr möchte ich möglichst bald wissen, wie es mit uns weitergeht und wann wir endlich wieder ein eigenes Zuhause haben werden“, sagt Brandes, die ebenso wie ihre Tochter und die zwei Enkelkinder ihr altes Zuhause bei einem Großbrand vor sechs Wochen verloren hat. Flammen zerstörten das Zweifamilienhaus am Steinweg – verursacht durch einen technischen Defekt in der Elektroinstallation des Dachgeschosses. Alle Bewohner, die sich im Haus aufhielten, gelangten unverletzt ins Freie.

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Derzeit leben die ehemaligen Hausbewohner noch in großer Ungewissheit. „Bislang ist nicht geklärt, ob das Haus wieder aufgebaut oder abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird“, erläutert die Besitzerin. Von der oberen Etage blieben nur die Außenmauern auf den beiden Stirnseiten des Hauses übrig, im Erd- und Kellergeschoss steht laut Brandes zentimeterhoch das Löschwasser. Erst wenige Tage vor dem Großfeuer seien Renovierungsarbeiten im Haus abgeschlossen worden.

Gundula Brandes hat sich in der freien Wohnung einer Nachbarin eine provisorische Schlafecke eingerichtet

Gundula Brandes hat sich in der freien Wohnung einer Nachbarin eine provisorische Schlafecke eingerichtet.

Nicht zu wissen, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht: Diese Belastung wiege schwer. „Es wäre schön, bald mal wieder etwas zur Ruhe zu kommen“, betont die 75-Jährige.

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Im Haus einer Nachbarin hat Gundula Brandes eine freie Wohnung bezogen – mit den wenigen Habseligkeiten, die sie vor den Flammen retten konnte. Ihre Tochter und die beiden Enkelkinder fanden eine Mietwohnung in Landringhausen. „Wir haben kein richtiges Zuhause mehr, aber immerhin ein Dach über dem Kopf“, sagt die Tochter.

In der ersten Zeit nach dem Feuer habe sie „nur noch funktioniert, um die wichtigsten Dinge zu regeln“, erläutert die 51-Jährige, die am Brandmorgen das Haus bereits auf dem Weg zur Arbeit verlassen hatte. „Aber zwischendurch ist mir immer wieder zum Heulen zumute. Dann fühle sich mich wie in einem bösen Traum.“

Vor sechs Wochen

Vor sechs Wochen: Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen beim Brand des Zweifamilienhauses im Steinweg.

Gutgetan habe die große Hilfsbereitschaft aus der Nachbarschaft. Dieser Beistand habe Kraft gegeben und Gundula Brandes sogar die Möglichkeit eröffnet, im Steinweg eine Unterkunft zu finden. „Für die Unterstützung sind wir überaus dankbar. Das gilt auch für die Feuerwehrleute und die vielen anderen Hilfskräfte beim Einsatz vor sechs Wochen“, betont Brandes.

Ihr sei es wichtig, diesen Dank an die Nachbarn und die Helfer loszuwerden. Denn unmittelbar nach dem Feuer habe sie unter Schock gestanden – unfähig, klar zu denken und zu handeln.

Und im neuen Jahr? Da könne es nur besser werden. Wenn dann endlich auch Klarheit um die eigene Zukunft bestehe. „Vielleicht können wir ja Weihnachten 2019 wieder in unserem neuen Zuhause feiern“, meint Gundula Brandes.

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Von Frank Hermann

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