Frühstückstipps der HAZ-Redaktion

Nehmen Sie Platz!

Annabelle serviert das Frühstück im Hoegers 1910

Annabelle serviert das Frühstück im Hoegers 1910.

Hannover. „Kaffeebar Rossi“ –der Tipp von Jan Sedelies:

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Der Fachausdruck für die Gestaltung der Milchschaumoberfläche von Espresso-Getränken lautet Latte Art. Die Erklärung trifft aber mitnichten die Wirkung der Kaffeekunstwerke, die jeden Morgen in der „Kaffeebar Rossi“  (Weidestraße 6) in Limmer dargeboten werden. Auf die Oberflächen des Cappuccino, Florentiner und Americano zaubert das Team um Peter Rolle und Markus Warneke Federzeichnungen, Blumenblüten und sympathisch dreinschauende Drachen. Doch die Optik ist nur der Anfang. Rolle nutzt eine Wega Nova Hebelmaschine. „Damit kann man gezielt Kaffee verbessern. Bei uns ist nichts vollautomatisch“, sagt Rolle, der auf den hochwertigen Omkafe vom Gardasee schwört.

Der Kaffee steht im Zentrum des Genusses. Entsprechend braucht es im „Rossi“ für ein Frühstück keine Rühreiberge oder fünf Sektsorten, sondern nur gut ausgewählte Begleiter wie frische Brötchen mit altem Gouda (1,90 Euro), Birnenkuchen mit Mandelcreme (2,50 Euro), Toast mit Chorizo, Frischkäse und Pesto Rosso (2,30 Euro). Dazu gönnt man sich den Schokokuchen Gâteau Altesse (2,50 Euro) und eine Karotten-Curry-Quiche (2,50 Euro). Außerdem gibt’s kostenlos Tageszeitung, Chansons aus dem Radio und passende Sonnenstrahlen vor dem Café. Zudem werden Ausstellungen präsentiert. Von Sonntag an sind Bilder von Hamburgs Hausbooten zu sehen. Und ein wenig ist das „Rossi“ auch so ein Hausboot. Man nimmt Platz, fühlt sich heimisch und schippert ein wenig durch den Alltag. Wenn man Glück hat, kommen am Abend Freunde vorbei und machen entspannte Musik. Fast wie auf der Terrasse zu Hause – nur der Kaffee ist besser.

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Limmer lecker: Peter Rolle im „Rossi“.

Limmer lecker: Peter Rolle im „Rossi“.

„Extrablatt“ –der Tipp von Isabel Christian:

Wer vor der ausgedehnten Shopping-Tour durch die Innenstadt noch eine Stärkung braucht, ist im Café „Extrablatt“ (Grupenstraße 2) richtig. Hier gibt es sowohl Frühstück für Eilige als auch für Genießer. Zur Auswahl stehen drei Deals, zu denen ein warmes Getränk gehört. Zum Preis von 4,45 Euro bekommt man etwa zwei halbe belegte Brötchen, ein Croissant oder Rühr- und Spiegeleier. Beim zweiten Deal für 7,45 Euro gibt es einen American, Italiana oder Hemingway-Frühstücksteller – der Autor steht für volles Programm: Brötchen, Marmelade, Käse, Schinken und Melone. Wer davon noch nicht satt ist, der kann mit dem dritten Deal für 8,95 Euro die Auswahl auf dem Teller noch erhöhen. Zum Beispiel um Rührei oder Müsli.

Eine Oase mitten in der Innenstadt.

Eine Oase mitten in der Innenstadt.

„Kopi“ –der Tipp von Stefanie Nickel:

Wer ein Faible für die Nordstadt hat, kommt am „Kopi“ (Rehbockstraße 2)nicht vorbei. Allein der Name deutet darauf hin, dass hier Menschen Kaffee ausschenken, die ihren Stadtteil lieben. Denn „Kopi“ ist die Abkürzung für Kopernikusstraße. Früher gab’s hier Küchlein vom „Muffinmann“, jetzt kommen die Gäste für Kuchen und Ciabatta­brötchen, die man sich unbedingt warm machen lassen sollte. Zum Brötchen, wahlweise mit Käse, Wurst oder Tomaten und Mozzarella (ab 2,50 Euro), bietet das Café gegenüber der Lutherkirche nicht nur die Standards wie Milchkaffee, Americano oder Espresso an. In diesen Tagen gibt es den  Latte Macchiato mit Erdbeer-, Himbeer- und Haselnussgeschmack (2,80 Euro).

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Nordstadtflair im „Kopi“: Besitzer Felix Trhal.

Nordstadtflair im „Kopi“: Besitzer Felix Trhal.

„Högers“ der Tipp von Conrad von Meding:

Wer dem Markttreiben in der Südstadt zuschauen will, hat seit der Eröffnung des „Högers“ nahe Stephansplatz (Oesterleystraße 6-7) eine neue Adresse gefunden. Annabelle Semmler und ihre Kolleginnen servieren auf Wunsch das Kleine Marktfrühstück (3,90 Euro), wer aber richtig Hunger hat, nimmt das gesunde Italienische Frühstück mit Mozzarella (7,50 Euro) oder das Amerikanische Frühstück mit Nürnberger Würstchen, Brateiern und Speck (7,20 Euro) – lecker!

In den Preisen sind die Getränke nicht inbegriffen, zu zweit kommt man dadurch schnell auf 25 Euro. Großer Vorteil: Die Speisekarte weist regionale Zulieferer aus. Kleine Nachteile: Der O-Saft ist nicht frisch gepresst, und die weißen Brötchen sind etwas pappig. Sind die wirklich von Bosselmann, wie es auf der Karte steht? Inhaber Peter Zink windet sich kurz, dann gibt er zu: Man hat gerade den Anbieter gewechselt. Sei’s drum. Der tollen Atmosphäre tut es keinen Abbruch. Das Backsteinhaus ist 1910 vom Architekturpapst Fritz Höger (Anzeiger-Hochhaus) erbaut worden, nach dem Auszug von Opel Günther standen die Räume lange leer. Jetzt sind sie liebevoll wiederbelebt.

Kleine Schwäche bei den Brötchen – aber das macht Annabelle Semmlers Lächeln im „Högers“ wett.

Kleine Schwäche bei den Brötchen – aber das macht Annabelle Semmlers Lächeln im „Högers“ wett.

„Café K“ –der Tipp von Juliane Kaune:

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Das klingt nach einem guten Start in den Tag: Ein Power-Frühstück serviert man im „Café K“ (Egestorffstraße 18) in Linden. Dazu gehört das volle Programm mit Nahrhaftem wie Käse, Marmelade, Salami, Schinken und Ei. Aber auch gesund soll es sein, dafür sorgt eine Schale mit frischem Obst. Woher die übrige Kraft kommt, bleibt das Geheimnis von Hausherr Ralf Schnoor (der Jauch-Millionen-Gewinner). Ein Powercocktail (natürlich ohne Alkohol) gehört ebenfalls zum Rundum-Satt-Angebot für 8,90 Euro. Und wie bei jedem der acht verschiedenen Frühstücksvarianten gibt es in dem Kult-Café stets auch noch ein Heißgetränk nach Wahl und einen der legendären Trüffel dazu. Tipp für Langschläfer: Frühstück ist hier „Open End“.

Die Auswahl reicht vom Kleinen Frühstück (4,40 Euro) über die größere Variante Classic (6,90 Euro) bis zu Sondereditionen wie 5 Käsehoch mit fünf verschiedenen Sorten Käse (7,90 Euro). Dazu kommt die französische Ausgabe mit Croissants (4,40 Euro) und das italienische Pendant mit Mozzarella, Parmaschinken und Melone (8,90 Euro), das auf den schönen Namen „Buongiorno“ getauft wurde. Wer noch mehr Vielfalt wünscht, bestellt sich Solo-Beilagen dazu. Zum Beispiel Rühr- und Spiegelei, Sanddornjoghurt, Müsli – oder ein Glas Prosecco. Bedauerlich indes ist, dass es kein Frühstücksbüfett gibt. Denn wer die Liste der Leckereien studiert, könnte sich diese auch noch sehr gut um einige Ideen erweitert auf einem üppig angerichteten Schlemmertisch vorstellen, an dem sich jeder sein Lieblingsfrühstück selbst zusammenstellen kann.

Alles andere als kalter Kaffee: Anke Schröfel.

Alles andere als kalter Kaffee: Anke Schröfel.

„Al.Ma Italia“ –der Tipp von Sonja Fröhlich:

„Buongiorno!“ heißt es zur Begrüßung. Die gute Stimmung im „Al.Ma Italia“ (Am Listholze 59) entschädigt für jeden Kilometer, den man das urbane Stadtleben verlassen hat. Die Familie Gottuso hat zwischen Autohäusern und Industriegebäuden ein Stück Italien hingepflanzt. Vor der Tür versprüht eine Terrasse mit Bierbänken puristischen Charme, hinter der Glasfassade Feinkost aus Italien. Das Frühstück beginnt beim kleinen Roma (3,90 Euro) mit einem belegten ofenfrischen Ciabatta-Brötchen nach Wahl und Cappuccino und endet beim Al.Ma (10 Euro) mit Wurst- und Käseplatte, Prosecco, frisch gepresstem Orangensaft. Es lässt sich aber auch individuell aus der Feinkosttheke zusammenstellen – alles original italienisch.

Hamze Fakin glänzt mit Ciabatta-Brötchen.

Hamze Fakin glänzt mit Ciabatta-Brötchen.

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„Zurück zum Glück“ –der Tipp von Felix Harbart:

Im „Zurück zum Glück“ ist die Welt noch in Ordnung. Nicht nur, weil die gemütliche „Bio-Tagesbar“ an der Hindenburgstraße 7 im weitgehend sorgenfreien Zooviertel liegt. Im „Zurück zum Glück“ wird alles dafür getan, dass ein jeder mit guter Laune und gutem Gewissen vom Tisch aufsteht. Das erreichen die Inhaberinnen, die Schwestern Sonja und Julia Faber, indem sie nur (oder so gut wie nur) regionale Bioprodukte anbieten. Wie sollte es bei zwei studierten Ernährungswissenschaftlerinnen auch anders sein? Die Zutaten werden zu leckeren, abwechslungsreichen und preislich absolut annehmbaren Frühstücksvarianten. Nicht überraschend, dass das Rührei stilvoll im Glas kommt. Schließlich sind wir im Zooviertel.

Sorgenfrei: Sonja Faber bietet viel Bio.

Sorgenfrei: Sonja Faber bietet viel Bio.

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