Empelde

Neue Babysitter werden ab April vermittelt

Die Absolventen das Babysitter- und Wunschgroßelternkurses freuen sich nach dem Lehrgang mit den Experten über ihre Teilnahmebescheinigungen.

Die Absolventen das Babysitter- und Wunschgroßelternkurses freuen sich nach dem Lehrgang mit den Experten über ihre Teilnahmebescheinigungen.

Empelde. Gelungene Premiere und neues Vermittlungsangebot: In Ronnenberg können sich Eltern künftig an das Familien- und Kinderservicebüro der Stadt und an das Familienzentrum der Johanneskirchengemeinde wenden, wenn sie einen Babysitter oder sogenannte Wunschgroßeltern benötigen. Im Familienzentrum haben 23 Teilnehmer den ersten Betreuungslehrgang abgeschlossen. Die Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Senioren werden jetzt in einer neuen Kartei gespeichert und auf Anfrage vermittelt.

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Die städtische Sozialpädagogin Edith Pulz-Künzel (von links), Familienzentrum-Koordinatorin Christiane Zimmermann, Erziehungs- und Entwicklung

Die städtische Sozialpädagogin Edith Pulz-Künzel (von links), Familienzentrum-Koordinatorin Christiane Zimmermann, Erziehungs- und Entwicklungsberaterin Tanja Tammert, Hebamme Melanier Kahn und Jurist Holger Rosemyer werden künftig regelmäßig in Babysitterkursen wichtige Grundlagen vermitteln.

„Wir haben festgestellt, dass es in Ronnenberg großen Bedarf, aber noch kein Vermitlungsangebot gibt, deshalb werden diese Lehrgänge künftig regelmäßig veranstaltet, um die Kartei zu aktualisieren und zu vergrößern“, sagt die städtische Sozialpädagoging Edith Pulz-Künzel aus dem kommunalen Team Kinderbetreuung. Den Teilnehmern hatten Sozialpädagogen, eine Hebamme, eine Erziehungsberaterin und ein Jurist an vier Nachmittagen in jeweils zweistündigen Unterrichtsmodulen die wichtigsten Grundlagen für eine seriöse Beschäftigung als Babysitter oder Wunschgroßeltern vermittelt: Verhaltensbesonderheiten von Kindern unterschiedlicher Entwicklungsstufen, Beschäftigungsmöglichkeiten ohne Smartphonenutzung oder Fernsehen, Erste-Hilfe, Unfallverhütung, Baby-Wickeln, rechtliche Grundlagen für Versicherungs- und Haftungsfragen. Teilgenommen hatten 17 junge Frauen und fünf Erwachsene – darunter zwei Seniorinnen – im Alter von 14 bis 70 Jahren.

Nicht nur der Bedarf an Babysittern sei gestiegen. „Auch Wunschgroßeltern werden immer stärker nachgefragt“, berichtet die Familienzentrum-Koordinatorin Christiane Zimmermann. Die Senioren würden oft von Eltern engagiert, um ihre Kinder mit einer weiteren Generation zu sozialisieren – als Betreuungsperson oder für gemeinsame Aktivitäten. „Dieser Wunsch besteht oft, wenn die Großeltern schon verstorben sind oder weit weg wohnen “, sagt Zimmermann.

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Lehrgänge werden nun regelmäßig angeboten

Der Babysitter- und Wunschgroßelternlehrgang wird künftig in jedem Frühjahr im Familienzentrum der Empelder Johanneskirchengemeinde und in jedem Herbst in Kooperation mit der Marien-Petri-Kirchengemeinde in Wennigsen angeboten. Pro Person wird ein Teilnahmegebühr von 20 Euro erhoben. Die Expertengagen und die übrigen Kosten werden von der Region Hannover über das Programm „Aktive Eltern“ gefördert. Ihre Einsatzhonorare und Stundensätze müssen die Absolventen als Babysitter und Wunschgroßeltern später mit ihren Auftraggebern individuell vereinbaren. Weitere Informationen und Karteiangebote gibt es bei der Stadt Ronnenberg unter Telefon (0511) 4600224 und im Familienzentrum unter (0511) 2604750.

Auch die 66-jährige Gisela Rengelshausen aus Hannover-Davenstedt hatte aus diesem Grund an dem Lehrgang teilgenommen. „Ich betreue als Vorsitzende eines gemeinnützigen Vereins ehrenamtlich Schulkinder und wollte meine Kenntnisse auffrischen“, erzählt sie. Die 28-jährige Alina Odunivska aus Empelde studiert Soziale Arbeit und macht derzeit im Familienzentrum ein studienbgeleitendes Praktikum. Sie nahm am Lehrgang teil, „um Praxiserfahrung zu sammeln und in Zukunft als Babysitterin nebenbei etwas Geld zu verdienen“, sagt sie.

Um eine seriöse und verlässliche Vermittlung zu gewährleisten, müssen sich die Absolventen nun noch ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis besorgen. Ab April können sich Eltern dann bei der Stadt und im Familienzentrum mit Vermittlungswünschen melden.

Von Ingo Rodriguez

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