Sicherheit

Neuer Ordnungsdienst patrouilliert in Hannover

Der neue Ordnungsdienst soll auch darauf achten, dass Straßenmusiker nicht stundenlang an einem Standort verharren. 

Der neue Ordnungsdienst soll auch darauf achten, dass Straßenmusiker nicht stundenlang an einem Standort verharren.

Hannover. Hannovers neuer Ordnungsdienst hat jetzt seine Arbeit aufgenommen – jedoch mit weniger als der halben Personalstärke. 20 Mitarbeiter laufen derzeit Streife durch das Stadtgebiet. „Es wird noch geraume Zeit dauern, ehe die Sollstärke von 48 erreicht ist“, sagt Stadtsprecher Udo Möller auf Nachfrage der HAZ. Laufend nehme die Stadt jetzt Einstellungen und Umbesetzungen vor, auch externe Bewerber werden berücksichtigt. „Die Zahl ändert sich beständig“, sagt Möller.

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Offenbar ist es für die Stadtverwaltung nicht leicht, geeignetes Personal für den Ordnungsdienst zu finden. Nach Informationen der HAZ mangelt es nicht an Bewerbungszuschriften, doch am Ende reduziert sich die Schar der aussichtsreichen Kandidaten erheblich. Einen Grundstock bilden die zehn Mitarbeiter der Servicegruppe Innenstadt, die seit Jahren nach dem Rechten sehen in Hannovers City. Auch eine neue, einheitliche Dienstkleidung fehlt den städtischen Ordnungshütern noch. Die werde derzeit beschafft, sagt Möller.

Mit dem Aufbau einer Ordnungstruppe reagiert die Stadt auf Beschwerden über lautstarke Trinkergruppen auf Cityplätzen, allen voran die Szene auf dem Raschplatz. Zudem sollen die Ordnungshüter strengere Vorschriften für Bettler und Straßenmusikanten durchsetzen. Der Ordnungsdienst kann Platzverweise erteilen, Personalien aufnehmen und Menschen durchsuchen. Die Stadt will aber keine schwarzen Sheriffs auf die Straßen schicken, bewaffnet sind die Ordnungshüter nicht.

Derzeit stellt Ordnungsdezernent Axel von der Ohe (SPD) den Bezirksräten das neue Sicherheitskonzept vor. In der Tendenz wünschen sich Stadtteilpolitiker und Bewohner, dass die Ordnungshüter auch auf Sauberkeit achten und Schmutzecken melden. Zudem fragt man sich in den Stadtteilen, ob eine Dienstzeit von 8 bis 22 Uhr, montags bis sonnabends, ausreicht. Manche Probleme träten erst am späten Abend auf, heißt es. Von der Ohe kündigt an, eine gewisse Flexibilität an den Tag zu legen.

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Von Andreas Schinkel

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