Bredenbeck

Neuer Standort für Grundschule im Gespräch

Am Ortsrand von Bredenbeck soll das Neubaugebiet „Im Bergfelde“ entstehen.

Am Ortsrand von Bredenbeck soll das Neubaugebiet „Im Bergfelde“ entstehen.

Bredenbeck/Holtensen. Noch ist der Gemeindehaushalt für 2018 von der Region Hannover nicht genehmigt. Sobald dies geschehen ist, will die Politik endlich eine Entscheidung über die Zukunft der Grundschule Wennigsen treffen, damit die veranschlagten 500.000 Euro Planungskosten abgerufen werden können. Bislang wurde vor allem über zwei Varianten debattiert: eine Sanierung oder ein Neubau an alter Stelle. Aus den Reihen der SPD kommt nun ein Alternativvorschlag: ein Neubau im geplanten Baugebiet „Im Bergfelde“ auf Höhe des Ortsausgangs in Richtung Holtensen – inklusive Sporthalle.

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Laut Ratsvorsitzendem Wilhelm Subke hätte diese Variante gleich mehrere Vorteile. Einserseits würde der Schulbetrieb – im Gegensatz zu einer Sanierung – nicht unter den Baumaßnahmen leiden, andererseits müsste auch die SG Bredenbeck nicht auf Trainingszeiten in der angrenzenden Sporthalle verzichten. Eine Aufrechterhaltung des Sportbetriebs während eines Schulneubaus vor Ort wäre aus Sicht aller Beteiligten nicht möglich.

Am jetzigen Standort würden laut Subkes Vorschlag nach Fertigstellung des Neubaus die Bagger anrollen und die alten Gebäude abreißen. „Dies hätte den smarten Charme, dass 15.000 Quadratmeter Fläche frei würden, die die Gemeinde anschließend als Wohnfläche vermarkten könnte“, sagt Subke. Sowohl Einfamilienhäuser als auch sozialer Wohnraum könne er sich dort vorstellen. „Mit dieser Meinung stehe ich in meiner Fraktion nicht alleine da.“

Entscheidung mit ortsübergreifenden Konsequenzen

Subke ist nicht nur Mitglied des Gemeinderates, sondern gleichzeitig auch Ortsbürgermeister Holtensens. Auch in dieser Funktion hat er ein Interesse an einer zeitnahen Entscheidung über die Grundschule im Nachbarort. Denn dort soll nach jetzigen Planungen in Zukunft auch der Hort untergebracht werden, der bislang noch im ehemaligen Gebäude der Volksbank im Holtenser Ortskern beheimatet ist. Dorthin wiederum soll der Kindergarten Nimmerland umziehen – sobald auch dort ein Neubau erfolgt ist. „Entsprechende Pläne gibt es bereits“, sagt Subke in der Hoffnung, dass diese auch schnell umgesetzt werden.

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Der Hort in Holtensen soll zukünftig in den Räumen der Grundschule beheimatet sein

Der Hort in Holtensen soll zukünftig in den Räumen der Grundschule beheimatet sein.

Auf einen zeitnahen Neubau des alten Volksbank-Gebäudes drängen auch die Eltern der Nimmerland-Kinder. Die derzeitigen Räumlichkeiten des DRK-Kindergartens im Fachwerkhaus neben der evangelischen Kirche entsprächen schon lange nicht mehr den Voraussetzungen der Landesschulbehörde, kritisiert Elternsprecher Torben Krone. Die Liste seiner aufgeführten Mängel ist lang: Der Außenbereich sei zu klein, außerdem fehlten Sozialräume für die Erzieher sowie Schlafräume für die Kinder im Krippenalter. „Bei einer erneuten Abnahme der Einrichtung durch die Landesschulbehörde würde der Kindergarten sang- und klanglos durchfallen“, sagt Krone. Ideen der Elternschaft zur Verbesserung der Situation seien von der Gemeinde in der Vergangenheit jedoch nur halbherzig geprüft worden, bemängelt er.

DGH als Zwischenlösung für Hort?

Unabhängig davon, ob und wo es zu einem Grundschulneubau kommt, dürfte ein Neubau des Kindergartens in Holtensen voraussichtlich früher realisiert werden. Doch wohin sollen dann die Hortkinder? Eine Zwischenlösung könnte das Dorfgemeinschaftshaus in Bredenbeck sein, sagt Subke. Die Kinder könnten seinen Vorstellungen nach vorübergehend in dem Teilbereich betreut werden, die die Gemeinde für sozial-integrative Ortsteilarbeit anmieten wird. Dazu gehören laut DGH-Konzept auch Aspekte der Kinder- und Jugendarbeit.

Von Marcel Sacha

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